6 Monate!

Mit dem heutigen Tage, dem 22. Jänner 2015 befinde ich mich nun auf den Tag genau 6 Monate in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist natürlich ein guter Anlass meinen blog aus dem Winterschlaf zu holen und euch wieder mal ein bisschen was zu erzählen.

Anfangen möchte ich mit ein paar Zahlen. 6 Monate oder 184 Tage oder 4416 Stunden. Davon hab ich rund 150 Stunden in einem Auto oder Flugzeug verbracht um dabei rund 14.000km auf nordamerikanischem Boden bzw. Luft zrückzulegen um dabei 17 Staaten zu besuchen. Wenn ich das so lese kann ich das eigentlich selbst gar nicht fassen. Dafür bin ich jetzt Pleite, so dass es jeder Sau graust. Kredite wurden bereits aufgenommen (Bussi an Mama und Papa an dieser Stelle) und die nächsten Reisepläne werden bereits geschmiedet. Ich hab in diesen 6 Monaten Hunderte neue Menschen kennengelernt. Darunter waren ganz, ganz tolle Menschen, die ich mit gutem Grund als Freunde bezeichnen darf. Aber es waren auch ziemlich wurschtige Menschen dabei und Menschen an deren Namen ich mich leider gar nicht mehr erinnern kann. Es waren Menschen aus allen Ecken der Welt, aus allen Bereichen der Karriereleiter und Menschen mit Hintergründen, so unterschiedlich sie nur sein können. In diesen 6 Monaten habe ich gelacht, nachgedacht und sogar geweint (einmal fast wirklich und oft wegen zu viel Lachen). Auch wenn es mir nicht ganz so auffällt habe ich mich auch bestimmt verändert. Ob zum Guten oder Schlechten, dass kann dann jeder für sich entscheiden wenn er oder sie mich mal wieder trifft. Ich hab in diesem halben Jahr vermutlich mehr für meine Kurse getan als in 6 Semestern auf der PH (spricht das jetzt gegen mich und die PH oder für mich und St. John’s?) und habe hineinschnuppern dürfen, wie es denn so ist erwachsenen Menschen Deutsch beizubringen. Ich habe mich oft gefreut das erleben zu dürfen was ich gerade erlebe, war oft überrascht und wurde oft bestätigt in dem was man über Amerika glaubt zu wissen. Ich war eigentlich nie traurig, hatte selten Heimweh, was aber nicht bedeutet dass ich Familie und Freunde in österreich nicht vermisse. Viel eher ist es meine Einstellung (und da klau ich jetzt von meinem irischen Freund, Trevor) immer positiv durchs Leben zu gehen und die negativen Gedanken abzublocken.

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich das erlebnisreichste  halbe Jahr meines Lebens hinter mir habe. Und ich bin froh sagen zu können, dass das bevorstehende halbe Jahr mindestens genauso, wenn nicht noch um ein Eitzerl erlebnisreicher werden wird. Von vielen englischsprachigen Freunden lese ich immer wieder „I feel blessed“. Ich bin bei Gott nicht religiös (pun intended, Badamtzzzzzz) und daher fühl ich mich in erster Linie nicht wirklich „blessed“ aber ich fühle mich auf jeden Fall dankbar! Dankbar und glücklich für all jene die mich ermutigt haben, die mich unterstützt haben und die mir dieses Abenteuer ermöglicht haben. Und ich bin auch dankbar für die Leute, die das hier lesen und sich mit mir freuen können anstatt sich zu denken „Der Arsch, sowas will ich auch!“ DANKE!

Soo genug der Gefühlsduselei, nochmal zurück zum Stichwort Heimweh: Das war nämlich ironischerweise am größten als die eigentliche Familie da war! Da wurde mir nämlich klar, wie sehr ich die Schlingel vermisst hab! Immerhin konnte der gemeinsame Besuch des Big Apples und Floridas ein bisschen ablenken.

New York also! Die ersten paar Tage durfte ich ja schon ohne Illeks und noch mit FLTAs dort verbringen. Genauer gesagt war es eigentlich gar nicht New York sondern Stamford, Connecticut. Dort wohnt nämlich der Bruder von einem Maria’s Kollegen, der nett genug war uns dort für drei Nächte unterzubringen. Und eines muss man New York lassen, es ist schon wirklich spektakulär wenn man das erste Mal aus dem Zug steigt und die Halle der Grand Central Station betritt. Und es ist auch wirklich eine Stadt die nicht schläft. Um 12 Uhr Nachts laufen immer noch Tausende Leute auf den Straßen rum. Größtenteils auch genauso hektisch wie untertags. Aber es ist auf jeden Fall auch eine Stadt die einfach flair hat.

 

Am 24.12. war es dann soweit. Ich hab mich zum Newark Airport begeben um dort die Family in Empfang zu nehmen. Der Flug war ohnehin schon zwei Stunden verspätet und war dann wegen dem Schlechtwetter nochmal ein bisschen später dran. Bei der Reunion war die Freude natürlich groß verändert hat sich niemand großartig. Zugenommen habens alle ein bisserl 😉 Geimeinsam ging es dann zum Hotel. In der direkten Nachbarschaft das Museum of Natural History und der Central Park. Nach einer kleinen Bescherung (an dieser Stelle DANKE an alle die mir was mitgegeben haben :D) ging es zum teuersten Abendessen, das ich jemals konsumieren werde. Die New Yorker sind aber auch echte Schweine was das anbelangt und verechnen bei einem Fixpreis natürlich trotzem Service und Trinkgeld. Aber man feiert ja nicht jedes Jahr Weihnachten in New York. Die folgenden Tage waren komplett durchgeplant mit Sightseeing. Die Highlights: Top of the Rock mit atemberaubendem Ausblick auf Gotham City, Brookynn Bridge bei Nacht, das naturhistorische Museum und natürlich der Christbaum am Rockefeller Center.

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Nach 3 (eigentlich viel zu kurzen) Tagen in New York ging es dann ab in den Süden. Eine willkomene Abwechslung nach 3 Monaten Schnee und Kälte in Minnesota. Florida!Station 1 war Orlando. Natürlich inkl. Besuch der Universal Studios (nein, diesmal nicht Disneyland). Was dort abgeht grenzt auch an Wahnsinn. Wartezeiten mit teilweise bis zu 3 Stunden! Für eine 5-minütige Achterbahn fahrt. Für den Express-Pass zahlt man auch nur schlappe 100$ pro Person. Nichts desto trotz ein Supererlebnis! Auch sehr cool is das Kennedy Space Center in Cape Canaveral. Dort haben wir auch unseren ersten lebenden Alligator gesehen. Die Woche danach bestand hauptsächlich aus Schwimmen, Gegend erkunden und herumfahren. Silvester haben wir in Naples verbracht. Ein relativ ruhiger Touristen Ort. Das Highlight war auf jeden Fall ein halbstündiges Feuerwerk am Strand mit gefühlten 1000 anderen Leuten. Den exzessiven Alkoholkonsum haben die drei Söhne ausnahmsweise weggelassen. Wenn man nämlich noch nicht 21 ist, ist fortgehen in Amerika nicht wirklich drin (ge, Brüderherzen?!). Als nächstes war Mah-ä-me am Programm. Für die Dorfeltern eine viel zu große Stadt. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Das Art-Deco district ist wirklich sehenswert und ich glaub wenn man etwas mehr Zeit hat, gibt es viel zu sehen.

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Auf dem Weg zurück an die Ostküste Floridas haben wir uns dann dazuentschlossen eine Airboat-Fahrt durch die Everglades zu machen. Eigentlich eine ganz lustige Angelegenheit. Hat fast ein bisschen an die Achterbahnen in den Unversal Studios erinnert. Die letzte gemeinsame Woche haben wir dan in Cape Coral in einem superschönen Apartment verbracht. Vermietet von einem deutschen Ehepaar. Cape Coral & Fort Myers ist nämlich ein beliebtes Auswandererziel der Deutschen. Dementsprechend sehr touristisch mit vielen Familien und vielen alten Leuten. Dafür gibt es dort unten wirklich schöne Strände! Und Manatees! Seekühe! Es gibt sogar einen eigenen Park der nach den Tieren benannt ist, in dem sie sich tummeln wenn ihnen der Golf von Mexiko zu kalt wirt. Anscheinend können Manatees nämlich an Kälteschock sterben! Bei unserem ersten Besuch war es leider zu warm und daher keine Manatees. Dafür hatten wir auf einer Brücke in Hafennähe Glück und konnten ein paar sichten. Besonders hat das die Familienmama erfreut. Weil wenn sie „s Schnauzi aussistrecken“ sind sie schon echt süß, diese Seekühe. Und kaum sind sie in der US und A angekommen wars dann auch schon wieder Zeit für good-bye. Auf jeden Fall aber ein großartiger Urlaub! Danke nochmal an Mom und Dad und die zwei Bros für den Besuch! Ich hab euch lieb! <3

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Das wars auch schon wieder von mir! Ich meld mich dann mal wieder wenn es was zu erzählen gibt. Bussis an alle, machts es gut!

 

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