Remember to breathe! (DE)

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Ich habe es geschafft, meinen halbjährlichen Blogpost zu schreiben! Wer in interessanten Zeiten wie diesen genau 17 Minuten seiner Zeit opfern kann, den oder die lade ich recht herzlich ein sich an meinem aktuellsten Versuch zu erfreuen, Wörter halbwegs kohärent zusammenzuhängen aka mein neuester Blogpost 🙂

Die meisten Menschen, die ich kenne folgen einem bestimmten Motto in ihrem Leben. Manche Menschen, die sich ihrer spirituellen Seite ein wenig mehr hingeben, nennen so etwas manchmal auch Mantra. Mehrere dieser Mottos und Mantras zusammen ergeben oft eine Ideologie oder eine Philosophie und wenn man noch eine Prise übernatürlicher Macht hinzufügt erhält man eine Religion. Die genauen Definitionen dieser Begriffe sind für mich aber weniger interessant, als die Essenz in ihnen, die sie eint: Es geht darum, an etwas bestimmtes bis zu einem bestimmten Grad zu Glauben um das Leben ein wenig zu erleichtern. No riskno fun!”, “No painno gain!”,”Jedem das seine!”, “Carpe Diem!”, “Hakuna Matata!”, “Don`t worrybe happy!”, “YOLO!”, oder eines meiner Lieblingsmottos “Just the bare necessities!”, also einfach das Notwendigste. Es gibt unzählige Motivations- und Lebenskünstler, Autoren, selbst ernannte Gurus, spirituelle Führer oder einflussreiche Personen da draußen, die ihre verschiedenen Mottos und Ideologien verbreiten und predigen. Einige von ihnen helfen ihren Mitmenschen dadurch tatsächlich dabei, durch die Implementierung diverser Leitgedanken in ihr eigenes Leben, dieses dadurch besser auf die Reihe zu bekommen. 

Versteht mich bitte nicht falsch. Weder behaupte ich eine derartige einflussreiche Person zu sein, noch bin ich selbst überdurchschnittlich begabt darin, meinen eigenen Leitsätzen penibel genau zu folgen. Schließlich gilt “Nobody’s perfect” und selbstverständlich passiert es mir Tag für Tag mich nicht an die “Bare necessities” zu halten und ich stopfe mich stattdessen mit Schokolade voll oder prokrastiniere stundenlang auf diversen sozialen Medien. Manchmal vergesse ich auch, dass “Wie man in den Wald ruft, es auch so zurückschallt” und behandle Menschen, die ich normalerweise lieben sollte, wie Dreck. Vereinzelt schaffe ich es nicht, “die Welt besser zu verlassen als ich sie vorgefunden habe” und hinterlasse Chaos dort, wo ich gerade bin. Selbst wenn es mir nicht gelingt, diese Leitgedanken perfekt umzusetzen, bin ich immer noch eine bessere Version jenes Jakobs der keine dieser Maximen auch nur irgendwie versucht umzusetzen. Viel eher Bemühe ich mich darum, jeden Tag eine bessere Version von mir selbst zu sein als am Tag davor und wenn ich das einmal nicht schaffe, ist auch das vollkommen in Ordnung. Wenigstens habe ich es versucht. 

Natürlich verändern sich solche Mottos und Mantras auch im Laufe der Zeit. Was vor zehn Jahren noch bedeutsam erschien, spielt in meiner heutigen Realität keine Rolle mehr. Die Welt verändert sich und wir genauso. Jeden verdammten Tag. Und das ist ebenso mehr als in Ordnung, ja vielleicht sogar notwendig. Leitsätze kommen mit den Jahren und gehen auch wieder. “Bare necessities” erscheint mir heute relevanter als “Probier’s mal mit Gemütlichkeit” (falls irgendjemand weiß, warum ausgerechnet diese Übersetzung gewählt wurde, ab in die comments oder PM oder so). Sogar mein spiritueller Glaube, der mir schon in jungen Jahren in Form von ”der liebe Gott hat es so gewollt”, ganz polemisch gesagt ‚indoktriniert‘ wurde, wurde von philosophischeren Fragen wie “Warum sind wir hier und welche Rolle spiele ich dabei?” abgelöst. Ihr versteht, was ich meine. Dinge ändern sich. 

Der letzte Zugang in meinem persönlichen Mantren-Kabinett ist die einfache Phrase „Remember to breathe!”. In ihrer Simplizität so genial, mächtig und potentiell lebensverändernd. Genau darum möchte ich diesen Blogpost diesem neuen Motto widmen. Wie ich darauf kam, wie mir die letzten Monate dabei geholfen haben, diesen einfachen Satz und seine Genialität besser zu verstehen und warum ich denke, dass er gerade in Zeiten wie diesen eine sehr hohe Bedeutsamkeit hat. 

Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich vor nicht allzu langer Zeit mit der regelmäßigen Meditation begonnen. Gegen Ende des letzten Jahres noch recht spärlich, habe ich das Kalenderjahr 2020 mit der sogenannten “21 days of Abundance” Meditations-‚Challenge‘ von Deepak Chopra begonnen (shoutout an meinen boy Jürliv aka DJesus dafür). Ich habe es in Folge wirklich geschafft eine Gewohnheit daraus zu machen und habe seitdem beinahe täglich zumindest 15 Minuten gefunden, um der geistigen und körperlichen Ruhe zu widmen. Den das, soweit ich es bis jetzt verstanden habe, ist Meditation ganz kurz und knapp zusammengefasst. Erfahrene Meditierende würden vermutlich noch eine Vielzahl an anderen Aspekten hinzufügen. Für einen Anfänger wie mich bedeutet es im Grunde, einen beträchtlichen Teil seiner Zeit damit zu verbringen achtsam zu sein. Mitzudenken, sich bewusst sein, wo man minütlich mit seinen Gedanken hinwandert um dann aktiv zu verhindern, sich nicht von seinen eigenen Gedanken leiten zu lassen und vor allem auf seine Atmung zu achten. All das hört sich relativ einfach an, aber ich durfte schon oft selbst erfahren, dass diese Angewohnheiten deutlich schwerer umzusetzen sind, als sie sich anhören. Sich seiner eigenen Gedanken bewusst sein und sich wirklich auf ebendiese zu fokussieren ohne sich von ihnen leiten zu lassen und abzudriften ist etwas, dass ich bis jetzt unglaublich herausfordernd gefunden habe. Wenn manche von euch vielleicht selbst regelmäßig meditieren, wisst ihr höchstwahrscheinlich, wovon ich spreche (wenn wer Tipps oder Tricks hat immer her damit 😊). ‘Richtig’ zu meditieren (falls es das in diesem Zusammenhang überhaupt gibt), benötigt sehr viel Übung, sehr viel Geduld und einen Haufen Disziplin. Mir persönlich hat die Meditation bisher dabei geholfen, mich in jeglichen Momenten einfach wohler zu fühlen. Ich schweife mit meinen Gedanken seltener ab und mir geht es eigentlich in den meisten Situationen subjektiv recht gut, selbst wenn diese objektiv vielleicht unangenehm erscheinen mögen. Ich bin mir selbst eher im Klaren darüber, was wirklich wichtig im Leben ist und was mir die Gesellschaft, unsere Kultur und ihre immanenten Ideologien nur vorgeben, wichtig zu sein. Und wenn ich manchmal den Überblick verliere und mich gedanklich verlaufe: Just remember to breathe! 

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Manche von euch werden bestimmt auch mitbekommen haben, dass ich gerade von meinem neuesten Abenteuer in Indonesien zurückgekommen bin. Auch auf die Gefahr hin, dass manche vielleicht gerade das sprichwörtliche Salz in der Wunde spüren, möchte ich gerne ein paar Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem bereits zitierten Motto erzählen. Bereits im Dezember – als Covid-19 noch in den Laboren… ääääh ich meine den Wetmarkets Chinas schlummerte – haben meine bessere Hälfte Franzi und ich beschlossen anlässlich ihres erfolgreichen Studienabschlusses zu verreisen (und zugegebenermaßen weil: Abenteuer lieben wir doch). Der Plan war es von Bali aus bis zum Nationalpark Komodo – seines Zeichens Heimat der letzten Drachen auf unserem Planeten – und der wunderschönen Insel Flores – ihres Zeichens ehemals Heimat von real-life Hobbits a.k.a. Homo Florensis – zu reisen. Es hätte ein großartiger, abenteuerlicher Backpack-Trip werden sollen. Inklusive Wandern, Schnorcheln und womöglich Tauchen – Letzteres etwas, dass wir beide noch nie zuvor gemacht hatten und dass ein wenig Nervosität in uns auslöste (naja, zumindest in mir)… 

Aber 1. kam es natürlich anders und 2. als man denkt. Ein riesige, kronenförmige Kackwurst war plötzlich weltweit am Dampfen und warf so ziemlich all unsere Pläne über den Haufen. Natürlich habe ich in Anbetracht der Situation auch kurz überlegt, unsere gesamte Reise zu abzublasen. Getrieben von (immer noch) jugendlichem Leichtsinn und einem ausgeprägten Fall von “Nofucksgivenitis” haben wir dann doch die Entscheidung getroffen, unseren Plan so gut als möglich durch zu ziehen. Ganz nach dem ur-österreichischen Motto “Schau ma moi, dann seg ma eh!”. Ganze fünf Tage bevor die Regierung diverse Kontaktbeschränkungen in Österreich verhängte, traten wir unseren Flug nach Denpasar an. Wenn sich jetzt jemand denkt: “Wie konntet ihr nur, ihr unverantwortlichen Beidln?”, habe ich dem eigentlich nichts zu entgegnen. Ich bin der Letzte, der einfach so das Dasein als potentieller, sogenannter Super-Spreader auf die leichte Schulter nimmt. Noch dazu in einem Land, das ohnehin nicht mit einer besonders fortschrittlichen Krankenversorgung ausgestattet ist. Nichtsdestotrotz möget ihr mir bitte glauben, wenn ich sage, dass uns keine einzige Entscheidung, die wir in den letzten sechs Wochen treffen mussten, leicht fiel. Jeden nächsten Schritt haben wir zuerst gedreht und gewendet wie einen Rubik’s Cube um nicht einen Aspekt zu übersehen. Viele meiner Peers waren sehr überrascht und teilweise sehr kritisch, dass wir den Heimreise-Aufrufen der Außenministerien nicht gefolgt sind. Ganz ehrlich verstehe und schätze ich diese besorgteren Meinungen genauso wie jene, die mir viel Glück, Spaß und Gesundheit gewünscht haben. Dass nicht immer so schnell klar ist, was nun eine richtige oder falsche Entscheidung ist und ob es diese in gewissen Situationen überhaupt gibt, erkläre ich vielleicht im nächsten Blog ein wenig näher. Aber wer möchte seine achtwöchige Reise schon um sieben Wochen verkürzen? Wer möchte für vier Wochen in einem 8m² Hostelzimmer gefangen sein? Wer möchte schon auf einer einsamen Insel ohne medizinische Versorgung stranden während man sich die Lunge aus dem Leib hustet? Keines dieser Szenarien hörte sich sonderlich angenehm an. Die ersten paar Tage liefen dem entsprechend circa so ab: Jakob informiert sich Tag und Nacht über die Covid-19 Entwicklungen in Indonesien und nervt Franzi mit seinen Gewissensbissen, die sich langsam aber doch in Panik verwandelt, so lange bis keiner mehr Bock hat, so weiter zu reisen. Just remember to breathe! 

Nach fünf Tagen hatte ich dann einen einschneidenden, nahezu erleuchtenden Tag. Wir hatten uns ein Moped von unserem Homestay in einer schönen Stadt namens Ubud gebucht und geplant, einen Roadtrip zu den nicht weit entfernten Tegallalang Reisterassen zu machen. Natürlich social distance-sicher. Der erste Halt war eine 900 Jahre alte Tempel- und Grabstätte namens Pura Kunung Gawi. Im Normalfall eine gut besuchte Touristenattraktion mit zahlreichen Souvenirständen und vielen kleinen Warungs – das sind die Indonesischen Familienrestaurants, die man überall findet. Dieses Mal war natürlich alles anders. Covid-19 und die damit zusammenhängenden Reisebeschränkungen hatten sich bereits stark ausgewirkt: Außer einer alten Hippie-Schweizerin und einer jungen russischen Influencerin waren wir die einzigen Touristen. Als wir nach ein paar Stiegen unten bei den Gräbern ankamen, offenbarte sich uns allerdings eine idyllische, komplett andere Welt. Man konnte die Vögel zwitschern und den Fluss rauschen hören. Mein erster Gedanke bei diesem Anblick war: Hier, auf diesem Felsen neben dem Fluss will ich meditieren. Gesagt, getan und kurz später sitze ich bereits auf meinem neu-erworbenen Sarong, den uns die Ladies im ersten Souvenirstand aufgeschwätzt hatten. Beine überkreuzt und bereit für die himmlische Stille an diesem Ort.

Nicht das es irgendjemanden interessieren würde, aber für die Geschichte wichtig ist, dass ich die App Headspace für meine Meditation nutze. Ich sitze also da, mein Handy auf dem Felsen liegend neben mir und natürlich nicht in der Lage an nichts zu denken. Viel zu viele Gedanken schwirrten mir im Kopf rum: Dass ein Virus in uns eigentlich keine Angst auslösen sollte weil es ein völlig normales Vorkommnis in der Natur ist, dass Populationen durch Krankheiten sterben. Dass es eigentlich unser System, unsere Gesellschaft, unsere Kultur und unsere Medien sind, die dieses Spiel mit der Angst betreiben. Mir ist bewusst, dass Folgendes nicht zu den am weitesten verbreiteten Meinungen zählt, aber in diesem Moment kam mir der Gedanke, dass diese Pandemie vielleicht ein brutaler Hilfeschrei von Mutter Erde ist, die uns zeigen möchte wer hier immer noch die Zügel in der Hand hat. Wir sind in unserer Technologie, unserer Wissenschaft, unseren Innovationen bereits so weit fortgeschritten, dass Homo Sapiens in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Rolle der selbsternannten Halbgötter angenommen haben und damit über den Gesetzen der Natur stehen zu glauben. Ich möchte wirklich nicht zynisch klingen, aber ich glaube wirklich, dass wir gerade auf brutale Art und Weise den Spiegel der Realität vorgehalten bekommen: Auf Leben folgt immer der Tod und der befindet sich zu jeder Zeit hinter jeder Ecke. So funktioniert der viel erwähnte, ewige Kreis. Egal wie viel man meditiert, wie gesund man sich ernährt oder wie vorsichtig man seinen Alltag gestaltet, um sich ja nicht in eine gefährliche Position zu bringen. Mutter Natur kümmert das einen feuchten Pups. 

Ich saß da und dachte darüber nach, dass wir oftmals Sklaven unserer eigenen Technologien geworden sind. Dass der eigentliche Virus vielleicht doch die kleine Maschine mit dem schwarzen Bildschirm ist, die sich zu fast jeder Zeit in unserer Hosentasche befindet. Unsere Handys, die wir kaum noch weglegen und selbst in wunderschönen, atemberaubenden Orten immer noch in der Hand haben um schnell ein Foto machen zu können oder unsere Meditations-App zu starten. Was genau in diesem Moment passiert ist, klingt eigentlich, als wäre es frei erfunden aber – I shit you not – genau bei diesem Gedanken wollte ich gerade meine gekreuzten Beine tauschen, als es plötzlich ein leises *plop* macht. Ein paar Sekunden vergehen und meine Kopfhörer spielen nicht mehr mit. Ich öffne meine Augen und dann realisiere ich, was gerade passiert ist: Mein Handy ist in den Fluss neben mir gefallen. Ich rufe schnell hinüber zu Franzi, die am nächsten Felsen sitzt um mir ein bisschen Ruhe zu verschaffen und sie kann es auch nicht glauben. Ein paar Sekunden später bin ich im Fluss um mein Handy, das tatsächlich noch im Flussbett lag, wieder zu bergen. Erste Reaktion auf diese bizarre, filmreife Situation: Erstmal den Arsch ablachen. So eine Ironie des Schicksals malt einem wirklich nur das Leben selbst. Kein Handy mehr zu haben, mich nicht mehr über die Covid-Situation informieren zu können und mich damit nicht mehr auseinandersetzen zu müssen war eine wahre Erleichterung. Ab diesem Zeitpunkt war ich viel mehr im Moment und war viel besser in der Lage, die wahre Schönheit meiner Umgebung zu genießen. Nachdem wir uns noch ein Sackerl Reis beim nächsten Warung besorgt hatten, um einen Rettungsversuch für’s Mobiltelephon zu starten, ging es dann weiter zu den Reisterassen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass soeben Passiertes nicht die einzige Erkenntnis des Tages bleiben sollte. Just remember to breathe! 

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Nächster Halt waren also die Tegallalang Reisfelder, die normalerweise einen weiteren Touristen-Hotspot darstellen. Doch auch hier waren außer uns nur eine Handvoll Reisender unterwegs und wir hatten definitiv genug Platz um uns sicher von anderen zu distanzieren. Während wir die Aussicht genossen und ein paar gratis Kaffee- und Tee Kostproben probieren durften, kamen wir mit unserem Barista ins Gespräch. Dewa – übrigens einer von nur ganz wenigen Vornamen auf Bali – war ein junger, gesprächiger und äußerst freundlicher Balinese. Nach ein wenig Smalltalk entwickelte sich das Gespräch erwartungsgemäß in Richtung Covid-19. Ich fragte Dewa, wie das Virus seiner Meinung nach Bali beeinflussen würde. Logischerweise, hat das Ausbleiben der Touristen-Massen fatale Auswirkungen auf die Dörfer und Kommunen in Bali, die vor allem mit Tourismus ihr Geld verdienen. Zu diesem Zeitpunkt durften Touristen zwar noch nach Indonesien einreisen aber schon kurz später machte die indonesische Regierung die Grenzen für Einreisende dicht. Nichtsdestotrotz hatte Dewa keine Angst. Bali ist eine sehr spirituelle Insel, oft auch ‚Insel der Götter‘ genannt. Viele Gebäude-Komplexe der Einheimischen sehen aus wie Mini-Versionen der Tempel und die meisten Balinesen bringen ihren zahlreichen Göttern mehrmals täglich kleinere Opfergaben dar.  Dewa war davon überzeugt, dass Bali nicht von Covid-19 heimgesucht werden würde, da die meisten einheimischen immer freundlich seien und daher äußerst gutes Karma hätten. Er erzählte uns, dass er nicht traurig wäre, wenn er oder seine Verwandten sterben würden. Denn sie hätten ja stets ein gutes und fröhliches Leben geführt und würden auch im nächsten Leben gut davonkommen. Ich kann nicht bestätigen, dass mein Glaube in irgendetwas stark genug wäre, um Dewas Theorien zu bekräftigen aber eines kann ich definitiv bestätigen. Selbst in Zeiten wie diesen, in denen viele Gemeinden ihre Haupteinnahmequelle durch einen Virus, der uns vielleicht für Monate, wenn nicht Jahre beeinflussen wird, verloren haben, brachten uns die Einheimischen nichts als Herzlichkeit und Gastfreundschaft entgegen. Selbst in Zeiten der Krise: Just remember to breathe! 

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Ich kann nicht genau erklären, warum oder was speziell sich an diesem Tag verändert hat, aber auf jeden Fall waren meine Stimmung und meine Gedanken plötzlich völlig verändert. Aus irgendeinem merkwürdigen Grund war ich viel zufriedener dort zu sein, wo ich gerade war. Ich war plötzlich nicht mehr so besorgt, was mit dem Virus in Indonesien passieren würde. Es mag sich vielleicht seltsam anhören, aber selbst die Worst-Case Szenarien, dass Franzi und ich auf einer einsamen Insel wegen Trinkwasser-Mangel verdursten müssten oder alternativ, dass wir zu den Unglücklichen 0,x Prozent unserer Altersgruppe zählen würden, die tatsächlich an Lungenversagen versterben würden, waren plötzlich okay. Wenn’s das gewesen sein soll, dann soll es das gewesen sein. Immerhin bei einer Tätigkeit die ich liebe mit einer Person die ich Liebe. Was könnte schöner sein? 

Die nächsten Tage verbrachten wir noch in und um Ubud und danach in einem kleinen, ruhigen Städtchen namens Sanur. Dort waren wir eigentlich nur aus zwei Gründen: Um Unser Visum bei der örtlichen Immigrationsbehörde um weitere 30 Tage zu verlängern und um meinen guten Freund Willis zu treffen. Willis kennen die treuen Leser unter euch vielleicht noch aus dem ein oder anderen China-Blogpostmajor shoutout an dieser Stelle an dich, Bruder! Gemeinsam mit Willis und Franzi machten wir uns auf den Weg nach Nusa Penida, einer deutlich überschaubareren Insel vor der südwestlichen Küste Balis. Zugegebenermaßen, die Fähre dorthin war alles andere als Corona-safe und jedes Mal, wenn sich jemand auch nur räusperte, musste ich innerlich cringen. Aber hey, auch das haben wir gesund überstanden. Willis war ein absoluter Schatz und organisierte für die nächsten vier Tage so ziemlich alles für uns. Nachdem es zufälligerweise auch Franzis Geburtstags-Wochenende war, hatte er auch einen Tauchgang mit Sanctum Dive, mit denen er schon zuvor immer wieder Dive-Trips unternommen hatte, für uns organisiert. Aber nachdem erstes Mal tauchen noch nicht genug gewesen wäre, arrangierte Willis einen Trip zum sogenannten Manta Point für uns. Man kann vielleicht anhand des Namens erraten, warum dieser Ort besonders sein könnte. Bevor wir uns aber in den tiefen, gefährlichen Ozean stürzen durften, unterliefen wir noch einem kleinen Crash-Kurs im Pool. Was sind die wichtigsten Tauchzeichen, wie zeige ich ein Problem an, wie gehe ich mit meiner Ausrüstung richtig um und am allerwichtigsten: Don’t panic and just remember to breathe! 

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Am nächsten Morgen fühlte ich mich dann wie ein Kind am 24. Dezember. Wir räumten unsere Ausrüstung aufs Boot, wurden kurz über die Topographie des Tauchortes gebriefed und schon konnte es los gehen. Positive Anspannung ist vermutlich ein Understatement. Ich war hyped! Die 40-minütige Bootsfahrt zu unserem Tauchspot kam mir deutlich länger vor, da ich es nicht mehr erwarten konnte endlich ins Wasser zu springen. Und völlig aus dem Nichts war es auf einmal da. In wunderschöner, schnörkeliger Mandala-Schrift: REMEMBER TO BREATHE! Tätowiert auf dem Unterarm eines finnischen Herren, der sich mit seiner Frau auch auf unserem Tauchgang befand. In diesem exakten Moment schloss ich meine Augen und wiederholte diesen Satz immer wieder, wie ein Mantra. Einige Minuten später war es dann endlich so weit. Als unser Tauchlehrer und Dive Master uns das Zeichen gab, unsere Ausrüstung anzulegen dämmerte es mir. Ich war nicht nur gespannt und aufgeregt. Ich war so richtig nervös! Nervös, dass etwas passieren könnte, dass meine Ohren nicht mitspielen würden, dass ich keinen Druckausgleich hinbekommen würde. Aber dann erinnerte ich mich an das gleiche Mantra, das ich soeben gute 50 Mal vor mich hergesagt hatte: Remember to breathe and you’ll be fine. 

Okay, Daumen hoch… äääähm ich meine Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis zusammen und let’s fucking do this (Daumen hoch heißt in Tauchsprache “wir gehen an die Oberfläche”)! Gewichte drauf, Sauerstoffflasche drauf, Maske an, Flossen an, Atemregler rein, Füße überkreuzt und ab die Post! Alles okay? Alles okay. Runter geht’s. Oh shit, es drückt gewaltig in den Ohren. Ich hab ein Problem. Einmal mit der Handfläche wacheln. Na gut, etwas langsamer. Druck ausgleichen, Luft rauslassen, wieder Druck ausgleichen. HOLY SHIT da schwimmen zwei 4-Meter lange Mantarochen direkt unter mir. Scheiße, GoPro hat nicht aufgenommen. GoPro einschalten. Wieder Druck ausgleichen. Holy fucking fuck, sechs Mantas die direkt vor mir schwimmen! Remember to breathe! 

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In den ersten Minuten unter Wasser geht SO UNGLAUBLICH VIEL ein deinem Kopf vor und du musst an so viele Dinge gleichzeitig denken, dass nicht nur das ein sicherer Tauchgang, sondern zur selben Zeit auch Spaß dabei zu haben richtig herausfordernd wird. Wenn man sich aber erst einmal daran gewöhnt hat und ein wenig Zeit unter Wasser verbracht hat, wirkt es fast meditativ. Du atmest ein, du atmest aus und du genießt einfach den Moment 15 Meter unter der Wasseroberfläche Lebensformen zu beobachten, die drei Mal so groß sind wie du. Es ist einfach unglaublich geil und ich verstehe absolut, warum viele Menschen eine Tauch-Sucht entwickeln. Wenn man dann mal seinen Open Water Kurs gemacht hat und ein paar weitere Tauchgänge absolviert hat, hört man auf ständig nachzudenken, was man alles beachten musst, um zu überleben. Man hört auf zu denken. Man ist einfach nur! Just remember to breathe! 

In den folgenden fünf Wochen sollte ich noch oft an diesen ersten Tauchgang und vor allem an dieses neue Mantra denken. Meiner Meinung nach, ist dieses Motto das zutreffendste Motto überhaupt. Gestresst, weil man drei Kleinkinder allein zu Hause versorgen muss? Remember to breathe! Du hast eine garstige Mail von deiner Mitarbeiterin mit der ganzen Firma im CC bekommen? Remember to breathe! Du streitest dich mit deiner besseren Hälfte, weil ihr die letzten fünf Wochen miteinander im Lockdown wart? Remember to breathe! Jemand beschimpft dich beim fortgehen vor deiner SquadRemember to breathe! Dein Geschwisterchen geht dir so sehr auf die Eier, weil ihm oder ihr langweilig ist? Remember to breathe! Angstzustände wegen einer bevorstehenden Präsentation? Remember to breatheExistenzkrise, weil du nicht das erreicht hast, womit alle anderen auf Social Media rumprollen und dein Leben wirkt im Vergleich absolut scheiße? Remember to fucking breathe! 

Ihr versteht was ich meine. Mir ist völlig bewusst, dass all das viel leichter gesagt als getan ist und ich habe es weiter oben schon erwähnt. Keinesfalls möchte ich mich hier als irgendeinen Experten verkaufen, der immer ruhig ist und einfach atmet. Im Gegenteil. Ich schreib diese Zeilen einfach nur, weil es sich richtig anfühlt. Mir ist es wichtig, diese Messages mit jemandem zu teilen. Wenn sich zumindest eine Leserin oder ein Leser von meinen Worten und Gedankenfürzen inspirieren lässt und sie eventuell ihr Leben dadurch verbessern können, dann habe ich schon erreicht, was ich erreichen wollte.  

Bussis auf eure Bauchis, euer friendly neighborhood bear 

PS: REMEMBER TO BREATHE! 

Remember to breathe! (EN)

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I’ve managed to write my biannual Blogpost. If you’ve got precisely 16 minutes during these interesting times, I invite you take in my latest attempt at coherent words aka a blogpost. Hope you enjoy and leave a comment or a message if you like it or don’t 🙂

Most people I know have certain mottos they follow and hold high in their lives. Some people, who are a little bit more in touch with their spiritual side might even call it a mantra. Multiple of these mottos and mantras combined make an ideology or philosophy and if you add a little spoonful of supreme power you get a religion. I find the particular definition of these terms less important than what unites them: It is something that different people to different extents believe in order to get through life more easily. “No risk, no fun!”, “No pain, no gain!”, “Eye for an Eye!”, “Carpe Diem!”, “Hakuna Matata!”, “Don`t worry, be happy!”, “YOLO!”, “Just do it!” or one of my personal favourites “Just the bare necessities!”. There are countless motivational speakers, authors, self-proclaimed Gurus, spiritual leaders and other influential people out there that teach people about their personal mottos every day and are actually able to help listeners or readers to improve their own lives by implementing certain mottos and the attached moral guidelines in every-day practices.  

Don’t get me wrong, neither do I claim to be an influential person whatsoever nor am I great at meticulously following any of the mottos I have implemented in my own life. Remember, “Nobody’s perfect” so naturally, I fail almost every day at sticking to the bare necessities and instead stuff my face with chocolate and spend hours on social media procrastinating. Sometimes I forget about the fact that “what goes around, comes around” and I mistreat people that I’m supposed to love on any  given day. Occasionally, I don’t “leave the world a better place than I found it” and mindlessly leave places a mess. But even if I do follow these guidelines imperfectly, I am still being a better version of Jakob than the version that doesn’t follow any of these maxims at all. I try to be a better version of myself than the day before and if I can’t manage to do that every day it’s absolutely fine. At least I tried. 

Naturally, these Mottos and Mantras change. What seemed important to me 10 years ago doesn’t really play a significant role to me today. The world changes, we change. Every day. And that is fine too. Over the years maxims have come and have gone. “Bare necessities” took over from “Probier’s mal mit Gemütlichkeit” (the oddly loose official German translation of Bare necessities). Even my spiritual belief of early-indoctrinated “Our dear god in heaven wanted it that way” has turned into the question of “Why are we here and what is my purpose?”. You get the point. Things change. 

The latest addition to my personal repertoire of mottos is “Remember to breathe!”. So simple, yet so powerful and potentially life-changing. That is exactly why I’d like to dedicate this blog post to this new motto of mine. How I learned about it, how the last few months helped me to understand its ingeniousness and why I think it can especially help us in times like these. 

As some of you might know, I have recently started to meditate regularly. I did occasionally practice towards the end of last year but really took off this year with a ‘challenge’ called “21-days of abundance by Deepak Chopra” (shoutout to my boy Jürliv aka DJesus for that one). I really started to make it a habit this year and have been able to take out at least 15 minutes of my day and dedicate to just being still and mindful. That’s, as far as I understand it, meditation in a very small nutshell. I’m sure there are plenty of people out there who would add myriad of other aspects to meditation but for a beginner like me, this is what meditation comes down to. Taking a chunk of time to be MINDful. Pay attention to your mind, your thoughts and most importantly your breath! This sounds very easy but I believe it is much harder than it sounds. Properly paying attention to your thoughts and then not following that thought and lose your attention is something I have found to be very tricky. If you yourself meditate regularly or occasionally, you might be able to relate (Send any tips and tricks my way if you have them 😊). ‘Properly’ (if there is such a thing) meditating requires a lot of practice, patience and discipline. Personally, I find that meditating helps me to be more content with the moment. I find myself drifting off less frequently and I find myself to be more okay with most situations, no matter how uncomfortable they are.  I seem to be clearer about what is really important in life and what is actually just being suggested by our society, our culture or our media and the attached ideologies. And if I ever lose track of my thoughts or drift of mentally: Just remember to breathe! 

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Some of you might also know that I just got back from my most recent adventure in Indonesia. I had already started planning this trip with my partner (in crime and elsewhere) Franzi in December to celebrate her finishing her undergrad studies and because… well, me lovey adventures! We were going to travel from Bali all the way to Komodo National Park, home of the last dragons and the beautiful island of Flores, once home of real-life hobbits a.k.a. Homo Florensis. It was going to be a great, exciting Backpacking trip including some hiking, snorkeling and possibly some diving – which we both had never done before and were somewhat anxious about (well, at least I was).  

Then a big, crown-shaped turd hit the fan in Europe and the rest of the world and pretty much screwed with all of our plans. Cancelling the trip completely did cross my mind in the beginning, but driven by youthful folly and a good portion of “no-fucks-givenitis“ we decided to go ahead with our trip and see how it goes. 5 days before Austria and Germany went into an official lockdown we got on a plane to Denpasar.  If you are thinking “You irresponsible morons, how could you?” I honestly don’t blame you. I’m the last person who light-heartedly wanted to become a super-spreader of a deadly virus in a country that already has quite a bad reputation in terms of healthcare and medical infrastructure. However, please trust me when I say that not a single move, we made over the last 6 weeks came easy. Every thought was much rather turned and twisted like a Rubik’s Cube in order to find the correct decision. A lot of my peers were surprised and some highly critical that we ignored the call-backs by our foreign ministries and I can totally understand that. Others were supportive, wished us best of luck and were hoping that we are going to be safe. Heck, I wasn’t even sure if we are doing the right thing or what the right thing even was? Who wants to cut their 8 – week trip short by seven weeks? Who wants to get trapped in a 8m² Hostel room for 4 weeks? Who wants to get stranded on an island with no clinic while coughing their lungs out? None of these scenarios sounded particularly fun. The first week of our trip basically consisted of me trying to stay as informed about the Covid-situation in Indonesia as I could, and Franzi getting more and more annoyed with my rising concern slowly but thoroughly turning into low-key panic. Just remember to breathe! 

Five days into our trip a turning point happened. We had rented a moped from our Homestay in Ubud and were planning to do a little road trip to the nearby Tegallalang Rice Terraces. Socially distance-approved, of course. First stop was a 900-year-old Temple/Graveyard called Pura Kunung Gawi. Usually somewhat of a tourist trap with endless gift shops and little Warungs  (typical, family-owned Indonesian restaurants). Not this time around, as we were the only tourists besides an older hippy lady from Switzerland and a fellow Russian backpacker. Corona had already hit the place hard. Once we stepped down the few flights of stairs, we suddenly entered this really idyllic world where the only thing we could hear was the river flowing and the birds singing. My first thought was: I am going to meditate the shit out of this rock next to the river, right there! A short climb later and there I was, sat on my Sarong, that the ladies in the gift shop basically coerced us into buying. Legs crossed and ready to enjoy the stillness of this place.

Not that anyone cares, but it’s relevant to the story that I use the App Headspace for guided meditation. So, I had my phone lying on the rock next to me contemplating about how a Virus shouldn’t be causing fear and panic within us. It is a natural thing for parts of a population to die from disease and that it’s really our system, our society, our media and culture that is practicing fear-mongering at its finest. I’m aware that this might not be the most popular opinion out there, but in that moment I was thinking, that maybe this is a harsh way of Mother Earth showing us who is still running things around here. We have advanced so far in technology, science and innovation that over the last decades Homo Sapiens has somehow started to think we are demi-gods and therefore above nature. I’m really not trying to sound cynical here but I genuinely believe that we are currently being brutally confronted with the mirror of our reality: Life is always followed by death and it’s around the corner at all times. No matter how much you meditate, how healthy you eat or how careful you are not to get yourself in a dangerous position, nature doesn’t care. 

I was thinking, that we have become slaves to our technology, the true virus is a small device in our pockets. We barely put the phone away and even in beautiful, serene places like the very one I was sat at, I’m still holding my phone to take pictures and have it sitting next to me to run a meditation app. The next thing that happened, sounds like it’s made up but I shit you not, during that exact thought I tried to switch my crossed legs and *plop*. A few seconds pass and my Headphones stop working. I open my eyes and the realization hit me: my phone just fell in the river. I call over to Franzi who was sitting on the next rock to give me some space and she can’t believe it either. Within a few seconds I’m in the river retrieving my phone that was luckily just sitting there in the river bed. I couldn’t help but laughing at the situation that had just unfolded. Such kind of irony can just be painted my life. Not having a phone, not getting news about the Covid-Situation and not being confronted with everything everywhere else was a huge relief. I was much more able to be in the moment and see the untainted beauty of the place we were in. After getting a bag of rice from the closest Warung in order to try and rescue my phone, we went on to the Rice terraces. Little did I know that this event wasn’t going to be the only revelation of the day. Just remember to breathe! 

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Next stop were the Tegalallang Rice terraces, which are another very popular tourist spot but again, there were just a few handfuls of tourists around and definitely enough space to be safely distanced from each other. As we were enjoying the view over a few free tea and coffee samplers we got into some small-talk with the barista. Dewa – by the way one of only a few common names on Bali – was a very talkative young Balinese and super friendly. As the conversation went along, naturally the topic Covid-19 came up. I asked Dewa how he thinks the virus is going to affect Bali. Obviously, having barely any tourists is going to have massive consequences for the communities that rely mainly on tourism. At that point in time, tourists were still allowed to fly in and out of Indonesia but shortly after, the government forbade any foreigners from entering the country. However, Dewa was not afraid. Bali is a very spiritual island, also sometimes referred to as the “Island of the Gods”. Most homes almost remind you of mini-versions of temples and people prepare offerings for the gods multiple times a day. Dewa genuinely believed that Bali will not be devastated from Covid-19 because they are good people with good Karma. He told us he wouldn’t be sad if he or his relatives died from the virus because he knows, they lived a good and happy life and will be fine in their next lives. I can’t and won’t say that my belief in anything is strong enough to support that theory but what I can definitely confirm is the kindness that we encountered in Bali. Even in times, where many communities will have their main source of income completely wiped away by a virus that might stick around for months, they remained friendly and helpful. Even in times of crisis, just remember to breathe! 

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I can’t really explain why or what happened, but that particular day changed something in my mind and demeanor. For some reason I was more content with being where I was, I wasn’t so worried about what would happen if the Virus hit Indonesia. I know it sounds weird, but I was thinking the worst-case scenario is for Franzi and I to get stranded somewhere without drinking water and die from dehydration or alternatively be within the tiny margin of people in our age group that die from respiratory failure because of Covid-19. Regardless, somehow, I was fine with that thought. If it ends it ends but at least it ended while I was doing something that I love with someone I love. 

We spent the next few days in and around beautiful Ubud and in a quiet town called Sanur. We only stayed there in order to get our Visa sorted for an additional 30 days and because we had planned to meet my good friend Willis, whom loyal readers might remember from some blog posts from China. Major shout out to you, brother! Together with Willis we headed to Nusa Penida, a much smaller island just off the coast of South-East Bali. Admittedly, the ferry ride over was anything but Corona-safe and anytime I heard someone coughing I cringed inside but hey, we survived. Willis was an absolute gem and pretty much organised everything for us while he was with us. As it happened to be Franzi’s birthday that weekend, he had arranged for us to go diving with Sanctum Dive, a dive shop he had done trips with in the past. Since diving for the first time isn’t already treat enough, Willis organised for us to go to a dive site called Manta Point. You might be able to guess, why that sounds particularly exciting. Before we were ready to go on our first so-called “Discovery Scuba Dive”, we got a little introduction session in the pool. What are the most important dive signs to indicate you are fine or have any problems, how do you handle your gear correctly and most importantly: Don’t panic and just remember to breathe! 

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The next day I felt like a little kid on the 24th of December. We got our equipment on the boat, got a little briefing with all the fellow divers about the topography of the dive site and were good to go. Being excited is probably an understatement. I was hyped. The 40-minute boat ride to our dive site, felt much longer because I couldn’t await to hop in the water. All of a sudden there it was. In beautiful, oriental-mandala style letters: REMEMBER TO BREATHE!  Tattooed on the lower arm of a gentleman from Finland with his wife who were on the same dive. There and then I decided to close my eyes and just repeat that sentence to myself like a mantra. After a while our dive master and instructor told us to get the equipment on, when I realized that I wasn’t just excited and hyped. I was bloody nervous! I was nervous that something might go wrong, that my ears won’t be able to handle it or that I might not be able to equalize properly. But then I remembered what I just had repeated to myself like 50 times: Remember to breathe and you’ll be fine. 

Alright, thumbs up… errrm I mean thumb and index finger together to form a circle and let’s fucking do this! (Because thumbs up in dive language means “going to the surface”) Weight belt on, Oxygen tank and BCD on, mask on, fins on, regulator in, legs crossed and off we go. Everything okay? Everything okay. Let’s go down. Oh shit, squeeze in my ears. I got a problem. Wiggle your hands. Alright, let’s go slower. Equalize, deflate, equalize again. HOLY SHIT there are two 4-metre-long Manta rays swimming directly beneath me. Shit, the GoPro wasn’t recording yet. Switch on the GoPro. Equalize again. Holy fuck, another 6 Mantas swimming right in front of me! Remember to breathe! 

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There is SO MUCH going through your head and so many things to think of during the first minutes of your very first dive that it becomes a real challenge not only to safely conduct the dive but to enjoy yourself while at it. Once you are in the water for a while and kind of get the hang of it, it becomes almost meditative. You breathe in, you breathe out and you just enjoy the moment of being 15 metres underneath the surface looking at life forms three times your size. It’s absolutely astonishing and I completely understand why diving is so addictive to so many people. After doing an open-water course and getting in a few more dives you start to stop thinking about everything you need to be doing underwater in order to survive. You just be! Remember to breathe! 

For the next five weeks I thought about that dive and especially that mantra often. If you ask me, it’s the single most suitable motto there is. Stressed because you’ve got three toddlers at home, waiting to be fed? Remember to breathe! Received a bitchy email from your co-worker with the whole company in CC? Remember to breathe! You are getting into fights with your significant other because you’ve spent the last 5 weeks socially distancing together? Remember to breathe! Someone throws an insult at you in front of your squad? Remember to breathe! Your sibling annoys the shit out of you because they are bored? Remember to breathe! Anxious before an important presentation? Remember to breathe. Existential crisis because you haven’t achieved the same things as everyone on social media and your life seems shit? Remember to fucking breathe! 

You catch my drift. I do realize, that this might sound easier said than done and like I’ve said earlier, by no means am I an expert at staying calm and just breathing. I’m just here because I feel like sharing this. Because to me, it seems important to get this message out. If at least one person reading this gains inspiration on how to possibly improve their own lives, I have accomplished what I wanted to accomplish.  

Kisses on your belly from the friendly neighborhood bear!  

PS: REMEMBER TO BREATHE!