Frischluft, Zoos und (keine) Weihnachtsstimmung

###########################################################Apologies to my English readers, the English version will be a little bit delayed because I am on my way to Thailand and running out of battery and forgot my charger for my Laptop – whoops! Use Google translate or come back in January :D###################################################

Tja, wie vermutet hat es etwas länger gedauert bis zum nächsten Blogpost. Zeugnisstress in der Schule, Ausflug nach Shanghai und die ersten Gäste in Beijing sind ein paar Ausreden die mir einfallen.

Beginnen möchte ich diesen Post aber mit etwas Informativem: Vor allem meine werten Eltern (Bussis an dieser Stelle) haben sich im Vorfeld große Sorgen ob der Luftqualität in Peking gemacht. Zumal wir den Entschluss, nach China zu gehen, genau da fassten, als in China gerade die zweite „Airpocalypse“ im Gange war. Tatsächlich hat sich die Situation gerade in Peking massiv verbessert! Viele Fabriken, die unter anderem hauptverantwortlich für die Verschmutzung sind, mussten geschlossen oder umgesiedelt werden. Viele Fahrzeuge sind Hybride oder Elektrofahrzeuge und bis 2020 sollen beispielsweise alle Taxis zu E-Taxis werden. Gemessen wird die Luftqualität immer und überall und unter dem sogenannten Air Quality Index beziffert. Er setzt sich aus verschiedenen Verschmutzungs-Faktoren wie O3, Pollen oder vor allem PM2.5 (Feinstaub) zusammen und reicht von Exzellent – Stark verschmutzt. In Graz ist der durchschnittliche AQI bei ca. 35 und an ganz schlimmen Tagen bis zu 100. In Peking ist die Situation natürlich nicht ganz so rosig und über einen AQI von 35 freut man sich. Generell pendelt er sich zwischen 50 und 100 ein. Ab 100 kann man es in der Luft auf jeden Fall erkennen und ab 150 sollte man sich mit Atemschutzmaske bewegen. Das kommt ca. 1-2 mal die Woche vor. Ab einem AQI von 200 wird in der Schule die Hofpause gestrichen. Das war im ersten Trimester, das wir mit den Weihnachtsferien abgeschlossen haben, bis jetzt vielleicht 3 Mal der Fall und da konnte man wirklich keine 100m sehen.

Im Winter verschlechtert sich die Luftqualität normalerweise naturgemäß, da immer noch sehr, sehr viele Haushalte mit Kohle beheizt werden. Als damals bei uns in den Medien berichtet wurde, waren die AQI-Werte beispielsweise regelmäßig über 400 und in Extremfällen bis zu 800. Allerdings bin ich zur Zeit sehr positiv überrascht. Gerade in den letzten Wochen war der AQI selten über 100 und an den meisten Tagen weniger als 50 und somit super zum Lüften.

Vor dem Smog schützen kann man sich mit Hilfe von Luftreinigern sehr leicht. Diese sind ab 70€ erhältlich, wenn man möchte kann man auch bis zu 1000€ springen lassen. In unserer Schule steht beispielsweise in jeder Klasse so ein Teil und auch die Gänge haben Luftreiniger in den Decken. Wir haben uns bis jetzt einen für unsere Wohnung zugelegt, der im Schlafzimmer die Luftgüte erhöht.

Es ist also nicht ganz so besorgniserregend wie es einem die Medien vielleicht in der Vergangenheit vermittelt haben aber natürlich kann die chinesische Luft fast nirgends an die europäische Luft heranreichen. Prinzipiell braucht man sich, denke ich, keine Sorgen bezüglich Langzeitschäden machen, dass alle Chinesen die ganze Zeit überall hinrotzen müssen hängt aber meines Erachtens trotzdem mit der Luft zusammen, denn an schlechten Tagen spürt man es auch in der Kehle.

Um der schlechten Luft einmal zu entkommen, haben Kasia und ich vor ein paar Wochen beschlossen, ein Wochenende in Shanghai zu verbringen. Blöd nur, dass ausgerechnet an diesem Wochenende der AQI in Peking deutlich besser war, als jener in Shanghai. Shanghai war aber deswegen nicht weniger sehenswert. Mit dem Highspeedzug (Durchschnittliche Geschwindigkeit: 350 km/h) ist man für 100€ hin/retour innerhalb von 4 Stunden in der Weltmetropole. Shanghai machte generell einen sehr sympathischen Ersteindruck: Die Stadt wirkt gut organisiert, in den Metros sind deutlich weniger Leute als in Beijing und auf den Straßen herrscht eine vergleichsweise friedliche Verkehrssituation. An einem kurzen Wochenende lässt sich natürlich bei weitem nicht alles besuchen und daher kommt der nächste Abstecher nach Shanghai bestimmt.

Ein paar Highlights die wir gesehen haben: Wenn man die große Shoppingstraße namens Nanjing Road entlangspaziert, findet man nicht nur zahlreiche Ramschläden und große Markengeschäfte, sondern endet irgendwann auch „on the Bund“ – einem touristischen Pier mit einem beeindruckenden Bild der Shanghai’er Skyline, der Oriental Pearl, dem Shanghai Tower und dem Flaschenöffner… look it up! Auch in der Off-Season ist es hier unglaublich vollgestopft mit Touristen aber dennoch eigentlich fast ein must-see, sieht die Skyline auf Fotos wirklich fast ein bisserl unecht aus.

Einen Halbtag verbrachten wir in Tianzifang. Einem schönen, verwinkelten Viertel, in dem man viele Handwerksgeschäfte, Boutiquen, Bars, Cafes und Restaurants findet. Ein kleines Schmankerl: Da uns beim eifrigen Gehen irgendwann natürlich der Hunger geplagt hatte, beschlossen wir in einem Restaurant in Tianzifang zu essen. Da es in Shanghai auch Ende November mit ca 15°C sehr herbstlich war, wollten wir das Ambiente genießen und draußen essen. Im Nachhinein gesehen eine fragwürdige Entscheidung. Jetzt weiß ich auf jeden Fall wie sich Zootiere fühlen müssen den noch nie zuvor wurde ich so oft beim Essen fotografiert und sogar gefilmt. Chinesen haben hier wirklich kein Gefühl für Privatssphäre und filmen 5 Weiße und einen Chinesen natürlich sofort – wal wo gibs’n scho sowos?

Das Abendprogramm war dank Kasia’s australischem Freund Tim, der in Shanghai lebt und arbeitet, auch sehr amüsant. Er hat uns beispielsweise in ein wortwörtliches Fortgehloch im Boden geführt. „Found 158“ ist ein geniales Konzept: Mitten in einem Park befinden sich zahlreiche Bars und Restaurants in einem eiförmigen Loch. Abgesehen davon, dass es immer nett ist, so viel Auswahl auf einem Fl

eck vorzufinden, ist es auch lärmtechnisch absolut genial und kaum zu hören gewesen. Vielleicht auch eine Option fürs Univiertel? 😉

Bevor es am Sonntag wieder heim ging, war noch ein kurzer Abstecher in die Yuyuan Gärten inklusive chinesischem Frühstücksbuffet. Das Buffet ist wirklich interessant und natürlich völlig anders als ein westliches Frühstücksbuffet. Von mit Suppe gefüllten Teigtaschen, über Krabbenhirn bis zu gänzlichg frittierten Tauben findet man hier alles. Aber durchaus auch leckere Dinge. Die Gärten selbst sind aus dem 16. Jahrhundert und in der Ming Dynastie entsanden und wurden auch immer wieder zerstört und aufgebaut. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Das Wochenende darauf war dann ganz im Zeichen von „reunions“ am gleichen Tag kamen sowohl einer der Illek-Brüder, als auch die in Tokio lebenden Javier und Erika zu Besuch. Javier und Erika kenne ich aus meinem Jahr in Minnesota und den Lukas… naja, dem geh ich schon seit er auf der Welt ist auf den Keks. 🙂

Auf jeden Fall für mich auch eine willkommene Ausrede am Wochenende nicht faul auf der Couch zu sitzen, sondern sich mal Beijing anzusehen.
Gemeinsam besuchten wir den Sommerpalast, ehemals die Sommerresidenz der kaiserlichen Großmutter (daher auch der Name), ist er heutzutage eine der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten in Beijing und macht auch im Winter eine gute Figur. Zahlreiche Symbole deuten auch auf die ursprüngliche Funktion der Temeplanlage hin: die Gebäude heißen beispielswiese Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit oder Halle der Freude und Langlebigkeit. Das wohl beeindruckendste Gebäude ist der Pavillon des Buddhistischen Wohlgeruches. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Typisch touristisch waren auch die anderen Ziele: der Tianmen Platz in der verbotenen Stadt und dier Nachtmarkt in der Shoppinggegend Wangfujing.

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Erika und Javier mussten dann am Dienstag schon wieder nachhause und Lukas machte sich bereits am Montag auf den Rest China’s (aka Xi’an, Chengdu, Langshe und Shanghai zu erkunden).

Inzwischen begannen in der Schule die Vorbereitungen für die Weihnachtsferien. Neben zahlreichen Weihnachtsfeiern (gemeinsam mit der 2. und 4. Klasse, gemeinsam mit den britischen Parallelklassen, einmal mit den Lehrern der Parallelklassen, einmal mit allen Angestellten der Schule) wurde auch wierder vom Elternverein einiges organisiert. Bei „Santa’s Secret Shoppe“ wurde für eine Woche in der Schule eine Art Markt aufgebaut, bei dem jede Klasse einmal die Möglichkeit hatte, mit mitgebrachtem Geld Geschenke für Freunde und Verwandte zu kaufen. Viele Kinder kaufen sich im Endeffekt selbst mehr Geschenke als sonst wem, aber darum geht es ja nicht.

Auch sehr nett, war die alljährliche „Christmas Fair ft. Dem deutschen Adventmarkt“ bei dem neben Spiel & Spaß auch tatsächlich Glühwein, Kekse, Waffeln und Co. Angeboten wurden. Da kam selbst bei mir ein wenig Weihnachtsstimmung auf.

Generell war diese in Beijing allerdings gering, da Chinesen natürlich nicht wirklich Weihnachten feiern und es auch keine wirklichen Weihnachtsmärkte gibt. Mit einem Adventskranz, einem unechten Christbaum und Lichtern von Ikea konnten wir in der Casa de Hewelt-Illek trotzdem ein bisschen Weihnachtsstimmung erzeugen.

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Nach zwei Wochen war auch Lukas wieder in Beijing und in den letzten Tagen und gleichzeitig meinen ersten paar Ferientagen haben wir noch ein bisschen Sightseeing betrieben und waren beim Himmelsaltar, beim Drum and Bell Tower und beim Yonghe Gong (aka Lama Tempel). Alles Ziele die man in jedem Peking-Reiseführer findet, die aber auch wirklich sehr beeindruckend und sehenswert sind. Vor allem den Yonghe Gong fand ich sehr beeindruckend. Früher eigentlich eine

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Prinzen/Kaiserresidenz, wurde sie nach dem Tod des Kaisers zu einer der wichtigsten buddhistischen und tibetischen Einrichtungen in China.

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Auch ein Besuch an die Mauer durfte natürlich nicht fehlen. Badaling ist einer der meistbesuchtesten Abschnitte der Mauer. Die „sliding cars“ um 100 Yuan kann ich besonders empfehlen… nicht.

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Jetzt sitze ich gerade mit Kasia und Lukas am Flughafen in Guangzhou und wir warten momentan auf unseren Anschlussflug nach Phuuuuuuket. Es geht ab in den Süden! wir entfliehen dem kalten Peking (wir hatten schon -9°C) und tauschen Smog und Verkehrschaos durch paradiesischen Strand und Tauchgänge. Diesmal gibt es wirklich Frischluft!

Der Wermutstropfen ist sicherlich, das wir drei alle zum ersten Mal Weihnachten nicht im Kreise der Familie verbringen werden. Das ein oder andere Tränchen wurde auch hier in China deshalb schon vergossen. Aber wie sagte auch schon der weise Konfuzius: „Nicht alles im Leben, du haben kannst!“ – Oder vielleicht war’s doch Yoda? (Star Wars VIII kommt in Peking übrigens leider erst im Jänner :'( )Wie auch immer…

Jetzt bleibt mir nichts mehr anderes als allen braven Lesern und vor allem den Lieben daheim ein frohes Weihnachtsfest, schöne Feiertage und einen guten Rutsch zu wünschen. Lasst es euch gut gehen, schaut’s net auf die Waage und bis bald!

Bussis auf’s Bauchi, euer Lieblings-neighborhood bear!

The Chinese circle, Roman soldiers and Harry Potter

Hier geht’s zur deutschen Version des Beitrages

After coming back from Golden Week the daily grind get me back right away. But living in Beijing, that luckily doesn’t necessarily mean being bored. Due to long work days normally there isn’t much time or energy left for doing fun things but that generally makes the weekends more fun and there are definitely enough opportunities to have a good time. Specifically Beijing night life is very diverse and offers activities to anybody’s liking.

First and foremost there is, of course, infamous Sanlitun (pronounce sunleeturr) road has bar next to bar next to bar and there are daily live concerts and other entertainment shows (if you kno what I mean..). Until two years ago there was also even more infamous Dirty Bar street where you could get dirty cheap Mojitos on the street (Yiaaaaau Mojito man) but it was pretty much stomped to the ground and replaced by Sanlitun Village, an open air shopping center. Just a few blocks away is the Gongti. The Worker’s Stadium of Beijing – until the 60s home of public executions but today only a concert venue and home of the local football club, Beijing Guoan. Scattered around the stadium you can find the big night clubs of Beijing: Mix, Vic’s, Circle, Elements, Sirteen (no, it’s not Thirteen, it’s Sirteen) and the newly-opened 1/3 (obviously owned by the same guy) try to match for the most costumers by trying to get the best Djs and organising the most insane parties overall. What is very interesting and also a little bit offputting is the fact that there is basically segregation going on in Chinese clubs. Most business in these night clubs comes from wealthy and influental Chinese that are enjoying the high life. Tables and couches are being booked by them and are stacked with bottles of (allegedly) expensive alcohol, nice-looking snacks etc. If you order 6 bottles of Belvedere Vodka or Dom Pérignon Champagne at Sirteen it is being delivered by Chinese waiters dressed up as Roman soldiers in a freaking palanquin – laser halberds included. Behind these tables barely-dressed Chinese girls are frolicly dancing. Everything is packed and everybod’s wasted. And who profits from this spactacular parties? Of course us white people. Because while the Chinese visitors pay good money for all their perks, foreigners can technically get everything for free. Every club emplys PR’s – public relation managers – whose task it is to bring as many foreigners to the club as they can, which on the other hand attracts more wealthy Chinese customers. A grotesque party symbiosis. And how do we profit? Usually free admission, free (shitty) alcohol all night (although even me, with my iron stomach have to spend all Sunday on the throne if I have more than 3 glasses), being rubbed by 1000 people in one night and even a tinnitus in your ear from the epic soundsystems if you are lucky enough. Definitely not everyone’s cup of tea but surely fun once in a while. I was told that most of these clubs don’t live any longer than 4 years on average because new clubs open every year and replace old clubs which are replaced by new clubs and so on. You get the point.

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Beware of the sound on these Vids (RIP Headphone users)!!

For people who don’t enjoy clubbing that much, there is an uprising Chinese microbrewery scene. Nowadays there is more to Chinese beer than Tsing Tao or Harbin. Many microbreweries brew their own beer and it’s quite delicious. Just last week there was an event hosted by 8 Chinese breweries and 8 breweries from the US West coast where each bewery presented their signature carft beer. Unfortunately I wasn’t able to attend this event since I had already engaged myself to different drinking event hosted by the very popular Great Leap Brewery – which has 3 branches in Beijing. The so-called Carl Long Challenge! For 300 RMB, so roughly 45$, you get to drink 15 pints of 15 different craft beers with an average of 6.7% ABV and even a t shirt on top of that if you make all 15. An absolute bargain and along with to colleagues from work (Hi Ian, Hi James) I tested my drinking skills last Saturday. Starting with IPAs and Stouts to Wheat beers and a Porter you had to consume everything a beer lovers liver needs. Helped by pizza and a little powernap in between (#sleepingjakobcollection) I was able to finish all 15 and am now a proud owner of a Great Leap t-shirt. My personal favorite of the night: Banana Wheat beer!

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Another very fun highlight of the last weeks was the British ball, hosted by the British embassy. A very popular and not inexpensive event. Being a teacher at the British school of Beijing we were lucky enough to get discounted tickets via our school’s ball committee. I even decided to have a tuxedo tailored for the event. I had thought. I ended up with a swallow-tail coat but thanks to amazing genes I even look good as a penguin. With a bomb-shell of a +1 (buziacki Kochanie ;*) it was truly a magical evening – not only due to the fact the theme of the night was Harry Potter. No ball in Austria I have attended could even come close to the attention to detail and the great entertainment of this evening. A few highlights include: an open bar with potion-themed cocktails (Felix Felicis with Rum being my personal favorite), chocolate frogs and snitch-toffee for the little treat in between, a delicious 4-course meal with the only genuinely good steak I’ve had so far in Beijing (medium rare yumyum), a performance by our school’s choir, a silent auction and a survivor’s breakfast at 3am including bacon, eggs and hash browns. Another very important part of the night was of course the socializing with my colleagues, which was truly delightful. And btw, for once I was not the one passed out in the foyer for a little nap! #proudofmyself

PS: Of course I was put into house Huff le Puff

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Now.. who is under the impression that Jakob is only partying and getting smashed, is mostly wrong (somehow I am having a deja-vous to my time in the US)! Of course, during the week there is also a lot of stuff going on. After almost 3 months at my new job I have definitely settled in and am starting to enjoy work. My most ambitious reader – of course my Mom, who else? – asked me for more information and stories about my new school and the daily routine there. Of course I can hardly ignore that request. (I did purposely put you through reading the weekend stories though ;*)

Actually you can’t realy speak of a daily routine at this school. There are just too many different things and events happening every week.

I have already told a few things about my school two blogs ago but just to recap: The British School of Beijing, Shunyiu is an international private school. The celebrated their internationality with an International day in October. At this point I really have to say: Chapeau! To organize an event like that definitely needs a lot of planning and budget. And nonetheless the support of the parent association. So how does an International Day with 900 kids look like? It started off with a opening ceremony for the whole school, kicked off with a Chinese dragon dance show and followed by a parade across the whole school field. Every of the 50(!) present nations was specifically mentioned and was able to wave their flags and smile in the cameras. In the meantime parents had set up the national booths of their respective countries in the foyer and in the gym. Each booth offered authentic national food and games from the respective countries. Every student got an “International Day Passport” and each year group was assigned certain countries and booths that they had to visit to gather information about the countries. . Of course, you can’t really let 900 kids have roam around at the same time so every year group had a designated hour of running around at the international fair. The rest of the day every teacher offered a certain activity for their year group to entertain the kids and have them learn about other cultures and countries (e.g. Irish dancing or a yodeling course). The whole event was accompanied by several dance performances. The German Primary for example proudly presented the Zillertaler Hochzeitsmarsch (you can tell 3 out of 4 teachers are actually Austrian), some Korean girls did a spectacular fan dance or two sisters from Slovakia stunned everybody with their rhythmical gymnastics routine. Overall it was a really cool event that obviously also looks nice to prospective parents and companies.

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Generally the whole school year is supported/interrupted by such events – depending who you ask. Two more such events was the so-called STEAM Week and the Curiosity Challenge that took place back-to-back just a couple of weeks ago. STEAM is an abbreviation for Science, Technology, Engineering, Arts and Maths and is strongly supported by a cooperation with the MIT in Boston. Like the name probably told you, it puts an emphasis on sciences in school around the world. In our school that project is implemented for one week in our lessons in form of every teacher of a yeargroup offering an activity for one lesson every day and the classes taking turn and visiting a different teacher every day. For instance, I had the students build rockets out of paper and launch them 150ft in the air with an air pressure launching station that I had borrowed from the science department. Colleagues offered activities such as building paper bridges or STIXplosions with popsticle sticks.

Curiosity Challenge on the other hand was a project where the goal was to spark each students curiosity by letting them choose and research certain questions on a given topic. Our topic was mind and body and students had to find answers to questions and present them at a science fair for their colleagues and parents. The outcome (PowerPoints and posters) were quite alright but if the students actually learn much is a different question.

Such events are certainly very memorable and fun for students and probably are a very good marketing strategy to attract more students but put many teachers in an awkward spot because you lose quite a bit of time for teaching your actual curriculum.

Since reports for the first term are due at the beginning of December, just before our well-deserved Christmas break the next few weeks are for learning and studying and next week I am writing two tests with the little rascals in Math and German. But because all of that isn’t just enough yet, every teacher has to set so called “professional learning goals” with their Leadership team (5 goals minimum) which ultimately should be achieved by every individual by the end of the school year. In the German blog I followed this with a political quote of Viennas mayor about teachers having not a lot of work but this is certainly not true in my case. There’s not a lot of time to catch a break during the week, hence the weekends being used for one or another drink (or 15 craft beers). But you definitely have to take these breaks on the weekend to do something, relax or take a trip because otherwise I am pretty sure, most people would burn out faster than a christmas tree in the easter bonfire.

And that’s how the Chinese circle of life looks like. Or the Fortune Cookie crumbles. Or whatever stupid metaphor you want to use. But the time in the Year of the Cock flies by superfast and I actually can not believe that it is only 5 weeks until the Winter holidays. Until then there is definitely a lot to do still. Next weekend we’re (hopefully) off to Shanghai and in the beginning of December we are being visited for the first time. Not only by one but three freaking people at the same time: Javier and Erika are coming over from Tokyo and by dear brother, who just started his trip around the world, are going to stir things up in the big B! It’s definitely not going to get boring in the middle Kingdom! The next blog will probably follow when our guests are gone again just before Christmas.

Until then, treat yo’self! Kisses on the belly, your friendly neighborhood bear! <3

Der chinesische Kreis, römische Soldaten und Harry Potter

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Der Alltag ist nach der Golden Week wieder eingekehrt aber in Beijing heißt das glücklicherweise nicht gleichzeitig Langeweile. Unter der Woche bleibt zwar meistens ob des langen Arbeitstages (dazu mehr weiter unten) nicht viel Zeit oder Restenergie um großartige Dinge zu unternehmen aber dafür lassen sich die Wochenenden umso spannender gestalten. Vor allem das sogenannte Leben vong Night her (Jugendwort 2017!?) ist sehr lebendig und bietet allen was.

Zum einen wäre da die Sanlitun (spreche Sanlitörr) Road, in der sich Bar an Bar reiht und wo eigentlich täglich Liveauftritte und andere Showeinlagen für Unterhaltung sorgen (wenn ihr versteht was ich meine..). Bis vor zwei Jahren gab es gleich daneben auch noch die berühmte Sanlitun Bar street, die aber mittlerweile dem Erdboden gleich gemacht wurde und dem Sanlitun Village weichen musste, ein modernes „OpenAir“ Shopping Center. Nicht weit entfernt steht das Gongti. Das Arbeiterstadion in Beijing, in dem in den 60er Jahren noch öffentliche Hinrichtungen stattfanden, das heutzutage aber hauptsächlich eine Veranstaltungsarena für Konzerte und die Heimat des Bundesliga Klubs Beijing Guoan ist. Rund um das Stadion befinden sich die großen Clubs Beijings. Mix, Vic’s, Circle, Elements, Sirteen (heißt tatsächlich so und nicht etwa Thirteen) und das neueröffnete 1/3 (gehören dem gleichen Besitzer) versuchen sich mit den besten Djs, Lightshows und Angeboten gegenseitig auszustechen. Wirklich interessant und auch ein wenig bedenklich ist, dass hier fast eine Rassentrennung herrscht. Finanziert werden diese Clubs nämlich hauptsächlich durch reiche, schnöselige Chinesen die das High-Life genießen. Die Tische und Couches werden größtenteils an ebensolche vermietet und es türmen sich (vermeintlicher) Markenalkohol, Snacks und Co. auf den Tischen. Wer 6 Flaschen Belvedere Vodka oder Dom Pérignon bestellt, bekommt diese im Sirteen zum Beispiel von, als römischen Legionären verkleideten, chinesischen Angestellten in einer Sänfte serviert – Laser-Helebarden inklusive. Auf den Couches hinter den Tischen tanzen ausgelassen knapp bekleidete Chinesinnen mit ihren Begleitern. Generell ist es bum-voll und alle sind bum-zua. Wer von diesem Spektakel profitiert? Natürlich wir Ausländer. Jeder dieser Clubs stellt nämlich mehrere sogenannten PRs an – public relations manager die dafür sorgen, dass auch genug Weiße ihren Weg in die Clubs finden, die wiederum attraktiv für die high-society Chinesen sind. Eine groteske Partysymbiose… Was dabei raus springt ist meist freier Eintritt, gratis (minderwertiger) Alkohol die ganze Nacht (wobei mehr als drei Gläser davon selbst bei meinem Saumagen für einen Sonntag am Keramikthron sorgen), enger Körperkontakt mit 1000 Chinesen und mit viel Glück auch noch ein Tinnitus vom ultrastarken Soundsystem. Sicher nicht jedermanns Sache aber für Zwischendurch kann das auch ganz lustig sein. Ich habe mir erzählen lassen, dass sich diese Clubs meistens maximal so um die 4 Jahre halten, da jedes Jahr neue Clubs eröffnet werden und alte ersetzen bis diese wieder ersetzt werden usw. usf. You get the point.

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Achtung, Sound bei den Videos!! (RIP Headphone user)

Wem die Clubberei zu viel ist dem sagt vielleicht die aufsteigende Chinesische Brauereiszene mehr zu. Mittlerweile gibt es in China nicht mehr nur TsingTao oder Harbin. Viele Brauereien brauen ihre eigenen Craft Biere und machen das auch wirklich gut. Vergangenes Wochenende veranstalteten beispielsweise 8 chinesische Brauereien in Kooperation mit 8 Brauereien von der amerikanischen Westküste eine Verkostung und stellten ihre Biere vor. „Leider“ habe ich es nicht dorthin geschafft weil schon ein anderes Event ausgemacht war: Quasi als Gegenveranstaltung gab es von der Great Leap Brauerei (mit drei Standorten in Peking eine der am besten laufenden Brauereien) die soganannte Carl Long Challenge. Für 300 RMB, also rund 40€ durfte man sich an 15 verschiedenen Craft Beers, mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 6,7%, laben und bekam für einen komplett bestempelten Sammelpass auch noch ein T-Shirt als Draufgabe dazu. Ein absolutes Schnäppchen und gemeinsam mit 2 Arbeitskollegen stellte ich mich letzten Samstag der Herausforderung. Von IPAs, über Stouts und Weißbier bis hin zum Porter war hier alles zu trinken, was die Bierliebhaber-Leber begehrt. Mit Hilfe von Pizza und einem Powernap zwischendrin (#sleepingjakobcollection) war auch ich am Ende des Abends glücklicher Besitzer eines Great Leap T-Shirts. Mein persönlicher Favorit des Abends: Banana Wheat Beer, also Weizen mit Bananennote.

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Ein weiteres nächtliches Highlight der letzten Wochen war der British Ball, veranstaltet von der Britischen Botschaft. Ein sehr begehrtes und auch nicht ganz billiges Event. Da ich ja aber für die British School of Beijing arbeite, konnten wir etwas vergünstigte Tickets über unser Schulkomitee bekommen. Ich ließ es mir nicht nehmen und ließ mir zum Anlass auch extra einen Smoking schneidern. Dachte ich zumindest… Geworden ist es dann ein waschechter Frack, aber Genen sei Dank sehe ich auch als Pinguin umwerfend aus. Mit Bomben-Begleitung (Buziacki Kochanie :*) war es, nicht nur wegen dem Motto des Abends „Harry Potter“, wirklich ein magischer Abend. Kein Österreichischer Ball auf dem ich bis jetzt war, könnte auch nur annähernd mit der Detailliertheit und dem tollen Programm mithalten. Ein paar Highlights: Open Bar mit Zaubertrank – Cocktails (Felix Felicis mit Rum als mein persönlicher Favorit), Schoko-Frösche und Schnatz-Pralinen für zwischendurch, ein super 4 Gänge Menü mit dem bisher einzigen, wirklich guten Steak in China (Medium Rare mjamjam), ein Auftritt unseres Schulchors, Auktion und einem Survivors Breakfast um 3 Uhr Früh mit Speck, Eiern und Röstinchen. Auch das ’socializen‘ mit den anwesenden Kollegen war eine wirklich nette Angelegenheit. Und zur Abwechslung war ich einmal nicht der Kollege, der im Foyer ein Schläfchen einlegen musste! #proudofmyself

PS: Natürlich wurde ich nach Huff le Puff gesteckt 😀 Der sprechende Hut weiß doch, was gut ist!

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Wer aber denkt, der Jakob feiert und sauft ja nur, der hat falsch gedacht (irgendwie habe ich gerade ein Deja-vous von meiner Zeit in den USA)! Unter der Woche passiert natürlich auch so einiges. Viel zu tun ist es nach wie vor aber nach fast 3 Monaten ist bei mir auch schon ein wenig Routine eingekehrt. Meine fleißigste Leserin – die Mama, wer sonst!? – hat sich auch ein bisschen mehr Infos zum Schulalltag gewünscht. Das soll ihr natürlich nicht verwehrt bleiben. (Ich hab dich absichtlich zuerst die Wochenendgeschichten lesen lassen :*)

Wobei von Schulalltag kann eigentlich kaum eine Rede sein. Zu viele Dinge passieren Woche ein, Woche aus.

Ich hab ja schon bei meinem vorletzten Blogeintrag ein bisschen was erzählt. Die British School of Beijing, Shunyi ist eine internationale Privatschule. Diese Internationalität wurde Mitte Oktober auch bei einem International Day zelebriert. An dieser Stelle muss man wirklich sagen: Hut ab! So ein Event in einer Schule auf die Beine zu stellen erfordert sicher einiges an Hirnen und Budget. Da aber die Unterstützung der Eltern vorhanden ist, lässt es sich gemeinsam sicher leichter bewerkstelligen. Wie sieht so ein International Day mit 900 Schülern dann aus? Eröffnet wurde durch eine gemeinsame Zeremonie, eingeläutet von einem Chinesischen Drachentanz gefolgt von einer Parade über den Sportplatz bei der jede der insgesamt 50(!) Nationen extra erwähnt wurde und einmal fahne-schwenkend in die Kamera lächeln durfte. Im Foyer und im Turnsaal hatten inzwischen die teilnehmenden Eltern Stände zu ihren Nationen aufgebaut, bei denen natürlich typische Gerichte verkostet wurden und verschiedene Aktivitäten zu absolvieren waren. Die Volksschulkinder erhielten dafür einen „International Day Reisepass“ und bekamen Stände vorgegeben die sie besuchen, und über die jeweiligen Länder Informationen eingeholt werden mussten. Da man aber nicht 900 Kinder gleichzeitig herumschicken kann, wurde das gestaffelt und jeder Jahrgang hatte eine Unterrichtsstunde Zeit. Die restliche Zeit wurden die Kinder in den Jahrgangsstufen mit unterschiedlichen Aktivitäten bespaßt (z.B. Jodelkurs oder Irish Dancing) Untermalt wurde das ganze dann noch von verschiedenen Tanzeinlagen. Die deutsche Grundschule präsentierte beispielsweise einen Zillertaler Hochzeitsmarsch (man merkt, dass 3 der 4 Lehrer hier Österreicher sind muhaha). Koreanische Mädchen führten einen Fächertanz vor und die zwei slowakischen Schwestern gaben eine Kür der rhythmischen Gymnastik zum Besten. Im Großen und Ganzen wirklich ein cooles Event, das natürlich auch für potentiell neue Eltern und Firmen etwas hermacht.

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Generell wird das Schuljahr immer wieder von solche Events geschmückt, bzw. unterbrochen, je nachdem wen man fragt. Solche Events waren auch die sogenannte STEAM-Week und Curiosity Challenge, die in zwei Wochen nacheinander stattfanden. STEAM steht für Science, Technology, Engineering, Arts und Math und wird z.B. vor allem in Kooperation mit dem MIT in Boston veranstaltet und setzt einen wissenschaftlichen Schwerpunkt in Schulen. Das sieht dann de Facto so aus, dass sich jeder Lehrer unseres Jahrgangs (mit mir 5) eine passende Aktivität ausdenkt und jeden Tag zwei Schulstunden eine andere Klasse zu Gast hat. Bei mir durften die Kinder beispielsweise Papierraketen basteln, die wir dann mit einer Abschussvorrichtung, ausgeliehen vom Science Department, bis zu 50m in die Luft jagten. Bei Kollegen wurden Brücken gebaut oder Eisstäbchenexplosionen konstruiert.

Die Curiosity Challenge ist wiederum ein Projekt, bei dem die Neugierde der Kinder geweckt werden soll. Zu einem bestimmten Themengebiet (in unserem Fall Körper & Geist) sollen die Kinder sich selbst Fragen ausdenken, zu diesen Fragen eigenständig recherchieren und im Rahmen einer ’science fair‘ den Mitschülern und auch Eltern die Ergebnisse präsentieren. Die Plakate und PPTs sind dann mehr oder weniger ansehnlich, wie viel dabei wirklich gelernt wird ist allerdings die Frage.

Solche Dinge sind zwar einerseits für die SchülerInnen sicher ein absolutes Highlight und machen sich eben aus Marketing-Sicht nicht schlecht, bringen aber leider so manch einen in die Lehrplan-Bredouille, weil man wirklich viel Zeit verliert.

Da jetzt aber auch schon bald die Zeugnisse für das erste Trimester anstehen, wird jetzt erst einmal gebüffelt und kommende Woche werden dann auch mal zwei Klassenarbeiten in Mathe und Deutsch geschrieben. Weil das alles ja nicht genug ist, müssen alle Lehrer im Rahmen des „professional learnings“ auch noch dazu mit der Direktion insgesamt 5 pädagogische oder professionelle, persönliche Ziele vereinbaren, die dann im Laufe des Schuljahres hoffentlich von jedem einzelnen erreicht werden. Von 22 Stunden Arbeit und Dienstag Mittag Spritzwein trinken ist also keine Rede und generell hat man wirklich wenig Zeit zum Durchatmen. Den Spritzwein (oder eben 15 Craft Biere) gibt’s dann erst am Wochenende. Die Zeit lustige Aktivitäten am Wochenende zu unternehmen, zu relaxen oder irgendwo hin zu fahren muss man sich nehmen weil sonst brennt man, glaube ich, schneller aus als ein Weihnachtsbaum im Osterfeuer.

So schließt sich dann der Kreis der chinesischen Woche und das Jahr des Hahnes vergeht wie im Flug. Ich kann es eigentlich gar nicht glauben, dass es schon nur mehr 5 Wochen bis zu den Weihnachtsferien sind. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun. Nächstes Wochenende geht es (hoffentlich) nach Shanghai und Anfang Dezember gibt es dann das erste Mal Besuch in unserem kleinen aber feinen Domizil. Dafür dann gleich aber doppelt: Javier und Erika, die uns aus Tokio besuchen kommen bzw. mein Bruderherz, der seineszeichens vor kurzem auf eine Weltreise aufgebrochen ist, werden uns Anfang Dezember mit ihrer Anwesenheit beehren. Langweilig wird es also nicht, im fernen Osten. Der nächste Blog kommt dann wohl, wenn die werten Gäste wieder weg sind. Bis dahin, lasst es euch gut gehen. Bussis aufs Bauchi, euer friendly neighbourhood bear! <3

Die Seidenstraße, Moon cakes und chinesische Touristen

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Wie bereits beim letzten Mal angekündigt, gibt es diesmal einen Bericht über unseren Trip in der sogenannten goldenen Woche. In China gibt es insgesamt drei nationale arbeitsfreie Wochen. Das Frühlingsfest oder chinesisches Neujahr im Jänner/Februar, die Woche der Arbeit (die mittlerweile nur mehr 1 Tag lang ist) am 1. Mai und eben die Nationaltagswoche (der ist am 1. Oktober), in die auch praktischerweise das Mondfest fällt. Das Mondfest ist traditionellerweise ein Familienfest bei dem sich die Großfamilie irgendwo in China zu einer großen Familienfeier trifft. Es werden Mondkuchen mit verschiedenen Füllungen verteilt und interessanterweise oftmals nicht verspeist. Ich hab#s mir nicht nehmen lassen und gleich 5 davon verdrückt.

Vor allem die Menschen in Peking nützen diese Woche um ein wenig frische Luft zu schnappen und ihre Familien zu besuchen. Laut einem Artikel der mir auf WeChat untergekommen ist, wurden in der Golden Week über 700 Mio. (in Worten siebenhundertmillionen!!!) Reisen gebucht. Eine unfassbare, aber durchaus vorstellbare Zahl.

Da Kasia, abgesehen von dieser Woche, erst wieder zum Semesterende Ferien hat, haben auch wir beschlossen irgendwo hin zu reisen. Nachdem sie aber nur ein 1-entry Visum hat, kann sie nur einmal damit ins Ausland. Somit mussten wir uns nach einer Alternative innerhalb Chinas umsehen und mir wurde von einer Kollegin eine Reiseagentur namens FCN empfohlen, die Busreisen von Peking aus organisiert. In der Golden Week war das eine einwöchige Bustour entlang der alten Seidenstraße in den Westen Chinas.

FCN steht für Foreigner China Network und die Tourleiterin Sabrina bezeichnete es nicht als eine Reiseagentur, sondern als ein Social Network. Die gesamte Reise sollte sich wirklich ein wenig so anfühlen. Da diese Tour mit dieser Route zum ersten Mal stattfand, war nicht alles perfekt durchgeplant, aber die Teilnehmer waren ein bunter Haufen aus insgesamt 18 verschiedenen Ländern (AUS, AUT, POL, CH, GER, DEN, USA, CHN, FRA, THA, KOR, PAK, IDN, CRO,JPN, SAU, UK and RUS represent) und ausnahmslos zwischen 18 und 35 Jahren alt. Diese spezielle Zusammensetzung machte die gesamte Reise zu einem super Erlebnis!

SDie erste Etappe der Reise war zugleich die längste und anstrengendste. Bereits die online angeführten 19 Stunden ließen uns überlegen ob wir denn nicht ersten Stop namens Xining direkt anfliegen sollten. Aus finanziellen Gründen und vor allem weil bereits alles ausgebucht blieben wir dann aber beim Bus. Dieser war leider komfortabler Schlafbus, sondern ein stinknormaler Reisebus mit gefühlt weniger Beinfreiheit als ein Ryanair-Flug. Was chinesische Reisebusse leider standardmäßig nicht mit sich bringen, ist eine Boardtoilette. Bei 50 Personen und 50% Frauenblasen (Sorry Ladies, aber ihr habt nun mal die kleineren…) konnte man sich schnell ausrechnen, dass es mit 19 Stunden nicht getan sein wird. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der jeder einmal erklären dürfte, wie man „How are you?“ in der jeweiligen Landessprache sagt, wurde dann nach der ersten Pinkel-und Snackpause erst einmal von den meisten versucht die Fahrt mit Schlaf zu überbrücken. Bis um 2:00 Nacht das Licht anging. Zuerst der chinesische Reiseleiter (geschätzte 25 Jahre alt und ein relativ ungeduldiger Geselle): Kein Wort verstanden! Dann Sabrina, zwar auch Chinesin, aber immerhin relativ gutes Englisch: Wir machen auf dieser Raststation eine dreistündige Pause! Um 5:00 geht es weiter. Ob der zwei Fahrer in unserem Bus, gab es zunächst einmal verwirrte Gesichter bis geklärt werden konnte, dass in China zwischen 2:00 und 5:00 gesetzmäßig keine Reisebusse verkehren dürfen. Da sich mit uns noch geschätzte 10 weitere Reisebusse an der Raststation befanden, war alles voll mit Instantnudel-essenden Chinesen. Wenn der Magen knurrt, knurrt eben der Magen. Im Müll beseitigen gewinnen die Chinesen auch keine Medaille. Um kurz vor 5:00 sah es dann ca. so aus:

Nach unzähligen Runden Uno, viel Schlaf, ein wenig vorsichtigem Smalltalk mit unseren Mitreisenden, (für meinen Geschmack) viel zu vielen Pinkelpausen (die übrigens alle ein Abenteuer für sich sind – Stichwort: Loch im Boden) und einem unfallbedingten Stau waren wir schließlich 30 Stunden später in Xining angekommen. Einchecken im – zugegebenermaßen sehr schicken – Hotel und direkt wieder ab in die Heia. Xining ist die Hauptstadt der riesigen Qinghai-Provinz und damit im Nordosten des tibetischen Hochlandes.

Nicht allzu weit weg liegt auch die erste Attraktion die wir am nächsten Tag besuchten: der gleichnamige Qinghai See ist einer der größten Salzseen der Erde und liegt knapp 3200m über dem Meeresspiegel. Schon auf der eineinhalbstündigen Fahrt zum See konnten wir viele Herden von Schafen und Yaks beobachten und ich setzte mir es als persönliches Ziel ein Foto mit einem Yak zu machen. Dank einem lieben Kollegen im Gymnasium, der diesen Blog mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso nicht verfolgt, durfte ich nämlich in der Unterstufe den liebevollen Spitznamen „Grunzochse mit Tampon“ tragen. Na, wer checkt das Wortspiel?

Während der Großteil unserer Reisegruppe am Seeufer Abfangen spielte (Sabrina versuchte uns immer wieder zu „lustigen“, kleinen Spielchen zu motivieren) machten Kasia und ich uns also auf um Yaks zu fotografieren. Kaum 5min später bekam ich das erste, wirklich räudig aussehende Tier vor die Linse. Anscheinend unterhielten wir uns so lautstark über den Gestank des Rindviehs, dass wir die Aufmerksamkeit der besitzenden Familie erregten, die kurz darauf aus ihrem Zelt marschierte. Ich wollte mich schon mit eingezogenem Schwanz aus dem Staub machen, doch zum Glück konnte Kasia mit ihren großartigen Chinesisch skills verstehen, dass sie uns einluden Yak zu probieren. Kurz überlegt und hinein ins warme, kuschelige Zelt in dem die Mama mit ihren 5 Kindern nicht nur schlief, sondern anscheinend auch ein „Restaurant“ betrieb. Die Yak Innereien an denen alle genüsslich kauten, standen bereits am Tisch und anhand der bebilderten Speisekarte entschieden wir uns nur für „Tee“. Die große Portion Yak-Fleisch wäre mir alleine zu viel und für Kasia zu „exotisch“ gewesen. Keine zwei Minuten später standen zwei Tassen mit einer suppen-ähnlichen Flüssigkeit auf dem Tisch. Tee bedeutet wohl im tibetischen Hochland Yak-Milch (sehr fettig und nahrhaft) mit Wasser verdünnt und einem unbekannten Gewürz darin. Prädikat: ausgesprochen lecker. Nach einigen Fotos und „Smalltalk“ auf Chinesisch durfte ich dann auch noch an einem Yak-Darm kauen. Eher weniger lecker. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht sehr viele weiße in diese Gegend und schon gar nicht ausgerechnet in dieses Zelt treibt. Als dann noch unsere Reisefreunde Jessi (AUS), Nicolina (DEN) und Emily (USA) die Wohnung betraten war die gesamte Familie komplett aus dem sprichwörtlichen Zeltchen (hehe).

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Kasia, mit ihren blonden, voluminösen Locken nicht nur am zweiten Ziel des Tages ein beliebtes Fotomotiv. Die gesamte Reise mussten wir immer wieder stehen bleiben, um Fotos mit chinesischen Touristen zu machen. Auch mein rostfarbener Stolz von einem Bart erregte immer wieder Aufsehen. Das zweite Ziel war der nahegelegene Chaka (oder Caka) Salzsee bei dem es vor lauter Touristen nur so wimmelte. Hier wird seit über 3000 Jahren Salz abgebaut und laut einer Legende war es Kaiser Yan, neben dem gelben Kaiser einer der Begründer des Chinesischen Volkes. Er soll mit einer grünen Schlange in seiner linken und einem roten Drachen in seiner rechten Hand das Salz getragen haben. Nach ein bisschen Posieren und spazieren entlang des windigen Sees ging es dann auch schon weiter nach Delingha City ins nächste Hotel.

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Den Abend ließen wir bei einem Hot Pot Dinner ausklingen. In ganz China sehr beliebt, zahlt man mitten in der Pampa natürlich deutlich weniger als in Beijing und darf für umgerechnet 7€ unendlich viele Zutaten in den persönlichen Suppentopf werfen (wahlweise scharf order normale Gemüsebrühe – wobei scharf wirklich scharf bedeutet, wie Kasia schmerzlich erfahren musste) und hat obendrauf auch gleich All you can drink dabei. Bier und „Wein“ (4% und schmeckt wie Traubensaft) inklusive. Die Zutaten, die man sich mit einer Zange in ein metallisches Chirurgen-Schälchen legt, reichen von Nudeln, über alle möglichen Sorten von Pilzen, Tofu und Nudeln bis hin zu Meeresfrüchten aller Art und Lamm- oder Schweinefleisch. Wenn man für so einen Spottpreis so unglaublich viel konsumiert, kriegt man schon fast ein schlechtes Gewissen.

Tag „2“ (eigentlich 4 wenn man die 1.5 Reisetage einrechnet) war dann einer der weniger gut durchgeplanten Aktionen. Eigentlich sollte es laut Online-Reiseverlauf in 7 Stunden in die Provinz Gansu zum Mingsha Shan Park (zu Deutsch „wiederhallender Sand“) in die Wüste gehen. Nach einem 6:30 Frühstücksbuffet (ein wenig anders als das klassische Frühstücksbuffet, das man aus westlichen Hotels kennt) und einer kleinen Verzögerung ging es stattdessen (inklusive Pausen) 10 Stunden durch die Wüste und wir kamen rechtzeitig um den Sonnenuntergang zu verpassen an. Bei einigen Reiseteilnehmern sorgte dies für unglaublichen Unmut und ein wenig dicke Luft im eh so engen Reisebus. Wieder einmal mit tausenden chinesischen Touristen gemeinsam erkundeten wir die Sichelmond-Oase, eine natürliche sichelmondförmige Oase die bei Dunkelheit auch sehr touristenwirksam ausgeleuchtet wird und von den umliegenden Sanddünen sehr gut fotografiert werden kann.

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Den zweiten Abend ließen wir beim Nachtmarkt in Dunhaung City ausklingen. Wieder einmal unter tausenden anderen Chinesen verspeisten wir Lamm, Huhn und Esel am Spieß. Der Esel war erwartungsgemäß recht zäh, dennoch überraschend saftig und (wie fast alles in China) sehr gut gewürzt! Kasia hatte auch eine Flasche polnischen Haselnussvodka eingepackt und in Kombination mit 3l Bierpokalen wurde es zu einem sehr feucht-fröhlichen Abend 🙂

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Die Ziele des dritten Tages waren, vor allem historisch gesehen äußerst spannend. Es ging zu den Mogao Grotten. Über hundert (teils zerstörte oder eingestürzte) Höhlentempel reihen sich hier aneinander die vor über 1000 Jahren von Mönchen in den Felsen gehämmert wurden. Heut kann man nur mehr ein paar dieser Höhlen besuchen und sie zählen zum Weltkulturerbe. Vor allem die siebenstöckige Pagode und der, sich darin befindende 30m hohe Buddha sind besonders beeindruckend. Nach den flüssigen Abenteuern in der Nacht zuvor waren für mich allerdings vor allem die Lammkebabs und die westliche Sitztoilette von besonderem Interesse. Kein weiterer Kommentar.

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Der zweite Zwischenstopp des Tages war nicht minder interessant: der Jiayuguan-Pass (zu deutsch Pass zum gepriesenen Tal) bildet das westliche Ende der chinesischen Mauer und ist eine riesengroße Anlage in Trapezform mit mehreren stattlichen Wachtürmen und insgesamt 3 Verteidigungslinien. Natürlich teilten wir uns auch diese Attraktion mit unzähligen chinesischen Touristen, für die Besuche an die Mauer immer etwas besonderes sind. Angeblich ist man kein echter Mann, wenn man nicht zumindest einmal die chinesische Mauer erklommen hat. Von verschiedenen legendären Generälen verteidigt, gibt es auch heute noch Schauspieler die die chinesischen Soldaten mimen und in der Festung herumlaufen. Den einen oder anderen Mongolenjäger Junior kann man auch finden.

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Außerhalb der Festung waren vor allem auch die verschiedenen Marktstände sehr interessant, die man überall an fast allen Touristenorten in dieser Gegend findet. Dort kann man sich für wenig Geld mit leckerem Chuan (Fleisch auf Spießen), Jianbing (palatschinkenartige, pikante Fladen) oder aufgeschnittenen Zuckermelonen eindecken.

Am vorletzten Erkundungstag stand dann eines der großen Highlights der Tour auf dem Plan: Die Regenbogen-Berge im Danxia-Zhangye Nationalpark. Verschiedene geologische Bedienungen sorgen dort dafür, dass die Schichten der Berge in unterschiedlichen Farben zu sehen sind. Unter anderem flossen vor vielen tausenden Jahren Flüsse und Seen durch dieses Gebiet. Dadurch bildeten sich Algen die den Felsen die grüne Farbe verleihen. Für jemanden mit einer Rot-Grün-Sehschwäche ist diese Sehenswürdigkeiten natürlich nur bedingt spannend. Um ehrlich zu sein, war ich relativ unbeeindruckt. Mit hundertprozentigem Sehvermögen dürfte es jedoch wohl sehr schön zum ansehen sein. An die Fotos die man im Internet sieht, kommt es leider nicht ran. Denn am intensivsten sieht man die Farben nachdem es geregnet hat und in den Dämmerungsstunden.

Noch eine lustige Anekdote: Überall im Nationalpark befinden sich Sicherheitsleute, die dafür sorgen, dass niemand die markierten Wege und Stiegen verlässt. Sobald sich jemand für ein Foto in verbotenen Bereichen aufstellte hörte man von allen Richtungen Geschrei, schrille Vergewaltigungspfeifen und sogar Megaphone auf „Radau-Modus“. Als unsere kleine Reisegruppe für diesen Tag (10 Leute) sich kurz auf die Straße bewegte, anstatt auf dem Gehsteig zu gehen, kam sofort ein Wachmann angelaufen mit Trillerpfeife im Mund und sicherheitshalber einem Gummiknüppel in der Hand (!!) Die Chinesen spaßen nicht mit ihren Naturdenkmälern!

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Die letzten zwei Nächte verbrachten wir dann in Ejina, in der inneren Mongolei (also direkt an der chinesisch-mongolischen Grenze) in den Ausläufern der zweitgrößten Wüste der Welt: der Wüste Gobi. Hier war dann scheinbar kein Budget mehr für Hotelzimmer und so verbrachten wir unsere letzten Abende in einem kasernenartigen Gebäude einer Familie auf Feldbetten, auf denen wohl sonst Kindergruppen schlafen. Zum Abendessen fanden wir nur 50m die Straße hinunter ein mongolisches Yurten-Restaurant und schlugen uns die Bäuche voll. Bis zu 20 Personen finden in so einer Yurte an einem großen, runden Tisch platz. Auf dem Tisch steht eine „faule Luise“ – eine drehbare Glasscheibe und es werden Gemeinschaftsgerichte bestellt. Unter anderem Kamel- und Hammelfleisch, Morcheln mit Ei, geraspelte Kartoffeln oder Tofu in scharfer Sauce. Auch das Kamelfleisch war überraschend gut, natürlich sehr fett aber durchaus zart. Was man bei uns auch nicht kennt: Die Getränke kauft man zuerst im Markt (der vermutlich eh der gleichen Familie gehört) und nimmt sie dann ins Restaurant mit um sie zu konsumieren und spart sich so gute 1.5€ pro Bier. Sollte man bei uns auch einführen!

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Am letzten Touristentag standen dann noch zwei Parks auf dem Programm. Zum einen war das ein riesiger Park auf über 30.000 Hektar der vor allem wegen seinem natürlichen vorkommen der Euphrat-Pappel (Populus euphratica) ein beliebtes Ziel für Touristen bildet. Auf 8 Stationen die mit dem Shuttlebus befahrbar sind, kann man den Park erkunden. Bei jeder Busstation wird natürlich auch fleißig Souvenirs verkauft und für das leibliche Wohl gesorgt.

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Als wir dann auch noch mongolische Tracht zum Ausleihen fanden, mussten wir die Chance ergreifen und veranstalteten ein kleines Fotoshooting:

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Wenn man sich zum letzten Stopp begibt, befindet man sich auf einmal im „desert kingdom“ mitten in der Wüste. Wir nutzten die Gelegenheit um eine Spritztour auf ATVs durch die Wüste zu unternehmen. Sehr amüsant und für 20€ auch preismäßig völlig in Ordnung.

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Das zweite Tagesziel war die versunkene schwarze Stadt Heicheng, die im 11. Jahrhundert gebaut wurde und eine der wichtigsten Handelsstädte war, bis sie im 14. Jahrhundert von den Mongolen zerstört wurde. Übrig sind nur mehr Ruinen und zwei Türme. Im selben Park befindet sich auch der „Weirwood forest“, ein Wald aus abgestorbenen Euphrat-Pappeln, die über bis zu 1000 Jahre erhalten bleiben und teilweise sehr gespenstische Gestalten annehmen. Während einer normalen Woche wäre es hier in der Dämmerung vermutlich sogar ein wenig gruselig. Leider war der Wald, so wie all unsere besuchten Sehenswürdigkeiten mit chinesischen Touristen geradezu überflutet und man musste sich teilweise wirklich durch die Menschenmaßen drängen, bzw. wurde von ihnen wortwörtlich weitergschobn‘.

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Bevor es dann in „nur“ 22h wieder nachhause ging, bezahlten wir noch umgerechnet 10€ um einen Sonnenaufgang am See mitzuerleben. Würde ich in Österreich wahrscheinlich auch nicht unbedingt machen.

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Die Rückfahrt verging ungleich schneller und reibungsloser. Naja… fast reibungslos wenn man davon absieht, dass ich noch nie (mit Ausnahme eines kleinen Unfalls als Sternsinger anno 1999) so kurz davor war, mich wortwörtlich anzuscheißen und den gesamten Bus zu einem Notfallstopp zwingen musste. Gibt auch angenehmeres. Die gesamte Reisegruppe war nach den 6 Tagen wirklich sehr eingeschworen und es sind viele Freundschaften entstanden, die bestimmt auch weiterhin in Peking gepflegt werden. So vertrieben wir uns die Zeit mit etlichen Runden „Heads Up“, einem Open Mic Contest (Hosted by unserem indonesischen MC Willis) und etlichen G’schichterln von Reisen und sonstigen Erlebnissen.

Wirkliche Erholung war diese Reise im Endeffekt eigentlich keine, zu oft mussten wir früh aus den Federn und waren danach den ganzen Tag auf den Beinen. 90 Stunden und 6000 Kilometer auf den Straßen Chinas… Dennoch bin ich sehr froh, auch diesen Teil Chinas erkundet zu haben. Die Kontraste zwischen einer Großstadt wie Peking und den ländlichen Gegenden ist unglaublich interessant und ich freue mich bereits auf das nächste Abenteuer!

Nun noch ein kurzes Special: Das Vorurteil, dass Chinesen alles und jeden fotografieren ist nicht nur in Europa zu beobachten. Auch in China wird vor allem und jedem geposed und es wird fotografiert was das Zeug hält. Anscheinend ist gerade rot eine besondere Trendfarbe. Aber seht selbst:

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Und noch kurz zu einer Leserfrage! 😀 Meine liebe, ehemalige Kollegin Iris hat mich gefragt, wie teuer denn das Leben in China generell ist. Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten und hängt wohl auch schwer davon ab, wo in China man sich befindet. Peking ist natürlich generell ein recht teures Pflaster, doch auch innerhalb Pekings schwanken z.B. die Wohnungspreise extrem. Je weiter im Zentrum desto teurer wird es natürlich. Jenseits der 5. Ringroad zahlt man umgerechnet für eine 3-Zimmer Wohnung vielleicht 700€, im Zentrum können es bis zu 2000€ sein. Wobei das auch wieder westlich eingerichtete Wohnung sind, für Chinesen kann es wieder ganz anders sein. Dinge wie Öffis, Taxi fahren, Handyverträge sind deutlich billiger bei uns. Ich zahle für meine 8GB Internet und 1000 Freiminuten 7€ im Monat. Mit dem Taxi zahlt man für 20min unter 4€ und eine U-Bahn Fahrt quer durch die Stadt kostet maximal 80 Cent. Bei den Lebensmitteln und Restaurants hängt es stark von Vorlieben ab. Je westlicher man einkauft, desto teurer wird es klarerweise. Milch kostet beispielsweise 2€, einfach weil es nicht zu den Hauptnahrungsmitteln der Chinesen zählt. Dafür bekommt man andere Dinge wie z.B. Schwammerl um 30 Cent /500g nachgeschmissen. Beim Essen ist es das gleiche. Man kann sich um 50 Cent eine extrem leckere Nudelsuppe holen und gleichzeitig für 10€ Pasta bestellen.

Ich würde sagen, ein deutlich billigerer Lebensstil ist definitiv möglich, wenn man darauf achtet und bereit ist, ein paar Dinge umzustellen. Ich hoffe, dass beantwortet deine Frage, liebe Iris!

So das war jetzt ein langer! Chapeau, falls ihr immer noch dabei seid! Der nächste Eintrag wird dann wieder kürzer ausfallen. Ich hoffe, dass dann noch alle VPNs und das Internet funktionieren, denn in den nächsten Wochen findet der nationale Kongress der Kommunistischen Partei statt und wirft scheinbar ungefähr alles für 2 Wochen über den Haufen. Ich bin guter Hoffnung!

Inzwischen liebe Grüße und Bussis aufs Bauchi, your friendly neighborhood bear! <3

The silk road, moon cake and Chinese tourists

Die deutsche Ausgabe dieses Beitrages findet ihr hier!

As announced on my last blog, this time is going to be about our trip for so-called Golden Week. Overall there are three national holidays in China: spring festival, also called Chinese New Year in January/February, labor week -which nowadays is only one single labor day on 1st of May and the week of China’s national day, which practically enough is also at the same time as the Moon Festival. Traditionally, Moon Festival is a family holiday. Many people travel to reunite with their families somewhere in the country and everybody gets together and has a feast and enjoys the time together. People give each other moon cakes, which come with different fillings and actually nobody ever seems to eat. I couldn’t resist and had 5, I believe.

Especially people in Beijing use this opportunity to catch some fresh air and visit their families. According to an article I stumbled upon on WeChat, more than 700 Mio. (in words that is seven hundred million!!!) trips were booked over Golden Week in China. That is an incredible, yet very possible number because everybody seems to be on the move for the time.

Since Golden Week is Kasias only holiday until the end of the semester we also decided to make a move. Unfortunately she is also only holding a 1-entrance visa and can only go abroad with that once, which is we we were looking for an alternative in China. A lovely colleague of mine recommended me the travelagency FCN, which organzies bus trips from Beijing to many parts of China. In Golden Week they had offered a 7-day roundtrip along the ancient Silk Road all the way to Western China. Since Kasia is also writing her Master’s thesis about the Silk Road we decided to book this trip.

FCN is an abbreviation for Foreigner China Network and our trip leader Sabrina mentioned that it is not a travel agency but more a Social Netowrk. And the whole trip really felt like that. The tour was organised for the first time in that form and Sabrina called it “a mission impossible” and at times it wasn’t perfectly organized. On the other hand the fellow travelers on the trip were a colorful bunch from 18 different countries (AUS, AUT, POL, CH, GER, DEN, USA, CHN, FRA, THA, KOR, PAK, IDN, CRO,JPN, SAU, RUS and UK represent) and everybody was between the age of 18 and 35. This specific mixture of people made it a really cool and enjoyable trip!

The first leg of the trip was also the longest and most strenuous one. The 19 hours that were estimated online made us consider flying to our first stop called Xining directly but for financial reasons and more importantly because there were no trains or flights actually available anymore, we had to take the bus anyways. Unfotunately, it was not a comfy sleeper but a very ordinary coach bus that felt like it had less leg room than a ryanair flight or a Polskibus (not sure if anybody can actually relate to the latter). What was even more unfortunate was the lack of an on-board toilet. With 50 people and 50% female bladders (I’m teribly sorry ladies, but you do have the smaller ones…) we soon realized that 19 hours are not going to do the trick. After a short introduction game, where everybody had the chance to explain how to say “How are you?” in their own language and the first pee- and snack break most people tried to pass the time on the bus by taking a nap. That was until the lights turned on at 2:00 effing AM. First our Chinese travel guide (roughly 25 years old and a pretty impatient fella): No clue what he said! Then Sabrina, Chinese as well but relatively good English: We are taking a 3-hour break at this gas station! Leaving at 5:00am sharp. Since there were two drivers on our bus, there were quite a few confused looks at first but soon we learned that by law there are no coaches allowed to drive on Chinese roads between 2:00 and 5:00am. Since there were approximately 10 other coaches at the gas station with us we had a spontaneous midnight Instant noodle party with 200 other hungry Chinese people. When the stomach is rumbling, the stomach is rumbling. Chinese are not going to win a medal in cleaning a way trash BTW. Shortly before 5:00 the gas station looked like this:

After countless games of Uno, a lot of sleep, some shy small talk with our travel buddies, way to many pee breaks (which are an adventure on their own: catchword hole in the ground) and a traffic jam due to an accident we finally arrived 30 hours later in Xining. Checking in at the -admittedly very nice – hotel and straight back to bed. Xining is the capital of Qinghai province and is situated in the Northeast of the Tibetian Plateau.

Not very far away lied the first attraction of the next day: Qinghai Lake is on of the largest salt lakes on our planet and lies 3200m above sea level (that’s about 9600 feet for my American friends). On our 1.5 hour way to the lake we were already able to see herds of goats and yaks. I made it my personal goal for the day to take a picture with a Yak. Thanks to a lovely highschool colleague of mine, who most likely does not read this blog anyways, I had the awesome nickname “yak with a tampon” in the first few years of high school. I realized English speakers are not going to get this joke but we call a tampon „OB“ in German

So while the majority of our group played tag on the lakeside (Sabrina constantly tried to motivate us by starting “fun” little games), Kasia and I darted off to get some yaks in front of the lens. A mere 5 minutes later I found the first, really mangy looking yak and snapped a few pics. Apparently we were talking so loudly about the smell of the bovine that we attracted the attention of the family who lived in the tent behind it. I was about to take off when Kasia, with her amazing Chinese language skills, figured out that they were inviting us to try some Yak in their hut. Of course we couldn’t decline that offer and followed the mother and her 5 children into the warm and cosy hut. The family seemingly didn’t only live there they also ran a “little” restaurant. Yak intestines, thast everybody was already chewing on, were already sitting on the table and after having a look at the illustrated menu we decided to only have some “tea”. The big portion of Yak meat would have been way too much for me and a little bit too exotic for Kasias taste. Two minutes later there were two cups of a soup-looking liquid. Tea in the Tibetian Plateau apparently means watered down Yak milk (really fatty and nutritious) with an unknown, vanilla-looking spice in it – my verdict: surprisingly delicious! After a little bit of “small talk” in Chinese I was even offered to chew on some intestines. My verdict: unsurprisingly disgusting. It tasted a little bit like the Yak outside smelled. I can imagine that not many white people make it to this corner of China and most certainly not into this specific tent. After our travel buddies Jessi (AUS), Nicolina (DEN) and Emily (USA) entered the flat, the whole family was more than stoked.

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Not only on the second day of the trip Kasia and her blonde, voluminous curls were a popular object of photos. The whole trip we continuously had to stop and take pictures with Chinese tourists. Also my bronze magnificence of a beard was the center of attention from time to time. Our second attraction of the day was the nearby Chaka (or Caka) salt lake and was extremely crowded with tourists. Salt has been mined for over 3000 years at this lake and according to a legend it was Yan Emperor, who along with the yellow Emperor is one of the ancestors of the Chinese nation. With a green snake in his left and a red dragon in his right hand he carried the salt across the land. After a little bit of posing and walking along the windy lake we were off to our next hotel for the night in Delingha City.

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We finished the night with a delicious hot pot dinner. Very popular all over China, hot pots in the middle of nowhere are of course much cheaper than in Beijing. For roughly 7€ one could choose endless ingredients to put in your personal hotpot (spicy or regular, depending on preference – Kasia had to experience that spicy really means spicy in the hard way) and if that wasn’t enough it included free-flowing drinks. Ingredients included pretty much everything: noodles, all sorts of mushrooms, tofu and even seafood and lamb or pork. I almost felt bad after consuming ridiculous amounts of food for barely any money.

Day “2” (actually for if you count the 1.5 days of travel) was one of the less well organized parts of the trip. According to the schedule onlie we were meant to travel 7 hours to Gansu province to the famous Mingsha Shan Park (which translates to “echoing sands”) in the desert. After a early wake up and a 6:30 breakfast buffet (slightly different to a classic European breakfast buffet) and a small delay it took us 10 hours through the desert and we just made it in time to miss the sunset. This created some disappointment with some travelers and made the tiny coach even more uncomfortable. Of course we had to share this attraction again with thousands of Chinese tourists and went on to explore the Crescent Moon spring. A natural moon-shaped oasis that even lights up in all sorts of different colours at night. Very cool to watch for tourists and even better opportunites to take pictures from the surrounding dunes.

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The second evening we spent at the night market in Dunhuang City. Accompanied by – bitch, you guessed it – thousands of Chinese we devoured some lamb, chicken and donkey on a skewer. The donkey was expectedly tough, yet surprisingly juicy and – like almost everything in China – very well spiced. Kasia had even brought a bottle of Polish hazelnut vodka and in combination with 3L beer trophies we had a fun night out in Dunhuang.

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The sights of the third day were especially interesting from a historical standpoint. The destination were the famous Mogao grottoes. Over a hundred (partially destroyed) temple caves that monks carved into the rock over 1000 years ago. Today one can only visit a few of these caves since they are also world cultural heritage. Especially the 7 store pagoda and the 30m buddha inside the cave were extremely impressive. After the liquid adventures from the night before I was even more excited about the lamb kebabs and the western toilet seats. No comment.

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The second pit stop of the day wasn’t any less interesting: Jiayuguan passage is the western end of the Great Wall and a huge trapeze-shaped fortification. Of course we shared this attraction with a million Chinese tourists, for whom a visit to the Great Wall is something very special. Supposedly one is not a real man if he hasn’t climbed the Great Wall at least once in his lifetime. Many great generals defended this fortification and even today you can still find actors that mime Chinese soldiers and pretend like it is 900 years ago or even a Mongol slayer jr.

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Outside the fortress the market street was a lot of fun. The haggling and bargaining that is going on there is very fun to watch and partake in. There are similar markets at almost all of the tourist attractions along the Silk Road. With very little money you can get delicous Chuan (meat skewers), Jianbing (pancakish, savory flat bread) or cut up yellow melons.

The next should be one of the highlights of our tour: the magnificent rainbow mountains at Danxia-Zhangye National park. Different geological circumstances created several colorful layers of sediment that now make for a very scenic natural attraction. Thousands of years ago there were still lakes and rivers flowing through these lands. Algae started growing on the rocks and gave them a greenish colour between the red sediment. For somebody who is red-and-green blind this sight is only semi-exciting. To be honest, I was not very impressed. With 100% eye-sight it would have probably been very cool to see. But even then reality doesn’t even get close to the pictures online since the colors are most intense just after it rains and when the sun sets/rises.

One fun anecdote from our visit to the park: There are security guards EVERYWHERE that ensures nobody leaves the tracks and staircases. As soon as somebody even just steps of them to pose for a picture, you hear yelling from all sides, rape whistles blowing and even bullhorns on “police mode”. When our small travel group of the day (around 10 people) stepped onto the street instead of using the sidewalk one security guard came running, rape whistle in his mouth and just to be sure with a rubber club in his hand (!!!). Chinese don’t mess around when it comes to their national parks!

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The last two nights we spend in Ejina, in inner Mongolia (so basically at the Chinese-Mongolian border) at the foothills of the second-largest desert in the world: the Gobi desert. Apparently there was no more budget for hotel rooms here in Ejina so we ended up staying in a building that looked like barracks on field beds where usually groups of children have a rest. For dinner we found a Mongolian Yurt restaurant about 50m down the road. There’s space for roughly 20 people in one of these Yurt tents. You gather round one big circular table and thanks to a lazy susan it is very easy to share all the dishes that are being ordered. Among other things we ordered camel and mutton, morels with egg, graded potatoes and tofu in black sauce. The camel was surprisingly good as well. Of course very fatty but quite tender. Something that you can’t really do in the West as either: buy drinks at the market (which belongs to the same family to be fair) and then bring them to the restaurant to save a good 1.5€ on each drink. Maybe we should try this system back home as well.

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On the last day of being a tourist we had two more parks on our schedule. The first one was the humongous 30.000 hectare Populus euphratica park. A very popular destination for tourists, especially because of the huge natural colony of euphratica poplars that covers most parts of the park. There is a shuttle bus taking you to 8 different stations to explore this bus. Of course there are plenty of opportunities to have snacks or buy souvenirs at any of these bus stations.

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When we found some traditional Mongolian clothing for rent we just had to take the opportunity to have a photo shooting:

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If you get to the last out of the 8 stops, you find yourself in the “desert kingdom” in the middle of the desert. We used this awesome opportunity for a joyride through the desert on some ATVs. A lot of fun and well worth the money for 20 bucks.

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The second destination of theday was the black city of Heicheng. It was built in the 11th century and at the time was one of the most important trade cities along the Silk road until it was destroyed by the Mongols in the 14th century. All that is left are ruins in the desert and a few turret towers. The same park also includes a “weirwood forest”. A graveyard for tons of euhpratice popels, that have died over a 1000 years ago and have a very ghastly shape nowadays. During a normal week it might have been quite scary to walk through the park at dawn but unfortunately we had to make our way through the crowds of people. Or they made their way with us. Anyways…

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Before we made our way back to Beijing in “only” 22h, we paid 10€ entrance fee to see a sunrise at a lake. Not exactly something, that I would do in Austria.

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The way back was not as troublesome and passed much faster than the way there. Well.. almost without trouble if you ignore the fact that I was never so close to literally shitting my pants (besides a little accident as a caroler when I was like 7 years old) and having to stop the whole bus so I could have an emergency break. There’s more pleasant things. The whole travel party had gotten very close over the past 6 days and I believe it is fair to say that some bridges and friendships were built and we have already met up several times in Beijing over the last couple of weeks. So we tried to make the time fly be with several games of “Heads Up”, an open Mic contest – hosted by our own MC from Indonesia, MC Willis – and several stories and anecdotes from previous travels and other adventures.

The whole trip probably wasn’t the most relaxing one – the times we had to get up early and were sightseeing all day were too many. Over 90 hours and 6000 miles on the road. Still – no regrets whatsoever. It was amazing to explore this part of China. The contrast between a mega city like Beijing and the more rural areas is incredible and I am already looking forward to the next adventure!

One more little extra special: The prejudice that Chinese tourists take pictures of everything and everybody is not only true for Europe. Even in China tourists like posing and taking pictures of and with everything and everywhere. Especially red seems to be a very popular color. But look for yourself:

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And last but not least: the comment section! 😀 My dear, former colleague Iris was asking last time how expensive life in China is in general. This question is actually not that easy to answer. I guess it very much depends on where and how you live. Beijing is obviously the most expensive area to live in but even within city borders the prices for flats fluctuate a lot. Of course the more central you live, the more expensive it gets. Outside the 5th ringroad you probably pay less than 700€ for a 2-bed room flat, in the center it can be up to 2000€. This is of course “western style” flats, for Chinese citizens the prices might be very different. However other amenities like public transport, taxis, phone contracts are generally much cheaper than in Europe. For my 8GB and 1000 free credits I pay around 7€ a month. You can get a 20-minute cab ride for around 4€ and a ride on the metro through the whole city is around 80 cents. With groceries and produce it depends a lot on personal preference. Obviously, the more western products you buy, the more expensive it gets. Milk for example is generally not one of the staple foods, since most Chinese are lactose intolerant and therefore a litre is around 2€. On the other hand, products like mushrooms are ridiculously cheap for 30 cents / 500g. The same goes for ordering out or going to the restaurant. The choice ranges from 50 cent for delicious noodle soup up to 10€ for Italian pasta.

In general I would say, that one can easily live a very cheap life in China, assuming that one is willing to change their lifestyle according to Chinese stanards. I hope that anwers your question, dear Iris!

Soooo, this one has been a long one! Cheers if you are still with me! The next one is going to be shorter again. I hope all the VPNs and the internet are still going to work because last week the national congress of the communist party startet and pretty much screws with everybody’s life here in Beijing! But it looks like everything should be fine!

So far, all the best, kisses on the belly, your friendly neighborhood bear! <3

Work, WeChat and the Wall

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!Pictures will follow as soon as the WiFi let’s me upload them!

It’s been 6 weeks now since I have set foot onto Chinese soil. In the meantime a lot of water has come down the Jangtsekiang and even more smog particles have found their way into my lungs. But dear friend, this is it: The first China-Blog is here! But let’s start at the beginning…

The big adventure has begun on August 13th with a direct flight from Warsaw to Beijing. Already at the airport I had my first minor culture shock since obiously 95% of the people on my flight were Chinese. You could already barely hear a spoken word of Polish, not even to mention English. Announcements already in Chinese and the queue to the check-in rather resembled a mosh-pit. A good 8.5h later (in which I thankfully spent 6 hours in snoozeland) I arrived at the airport in Beijing. Monday, 7am local time. My first meeting should be two hours later and a battle against time had begun. One hour at border control, picking up my 3 huge pieces of luggage and a search mission for the previously organised driver. Just with the help of my human resources manager I was able to find the driver since he had expected to pick up two people and wasn’t able to identify me as his passenger. Now add some „taking the wrong way twice“ and perfect was the late arrival. After finally arriving and my future workplace, the British School of Beijing in Shunyi, the speech of our principal had already started and nobody had a clue where „Mr. Illek“ got lost. By just stowing all my luggage at the reception and straight going from the airport to work, I had already earned some respect by my colleagues. Most of them said they would have definitely gone home and at least taken a shower and a nap. Due to my Jetlag and a severe case of sleep deprivation that actually wouldn’t have been the worst of ideas.

After a day filled with meetings, getting to know my colleagues at the German Primary School – which is the subdivision I am officially working for – and approximately 4 cups of disgusting, chinese coffee I was finally able to move into my new home at around 4pm. My new flat had been organised by the school and it is situated in the popular Chaoyang district just next to the huge park it shares a name with. I was picked up by my housing agent Rita who had a driver take my to the new appartment in which two more housing agents had already been weaiting with a care package and a really nice, modern looking flat. HBO was already running on the TV and the beer was chilling in the fridge. Reall couldn’t complain at that point. The apartment itself is part of the so called East Wind Garden living compound, about 40 minutes by car (depending on traffic) away from the school. Apparently this compound is mostly inhabitated by elderly mid-class Chinese and a colorful mix of internationals. Some of you might ask why I would want to live so far away from my workplace. Well the reason has five letters and is from Poland 😉 For Kasia it would have been 2.5h every day to commute from her University to Shunyi and so the school offered to live in a more central location. How Jamie Lannister would put it: „The things you do for love..“

Even on the first two days the way to work was an adventure. I had the plan to drive to the second BSB campus, where the schoolbus would have picked me up. The British School of Beijing has a second campus in Sanlitun (very central and approximately 15min by car from our place) and a company bus leaves from there every morning at 7:20 that takes me to school in half an hour. Well… easier planned than done. After being declined by the first cab driver on Tuesday morning with a little wave of his hand, I got ripped off by one of the unofficial “black cab” drtivers. After being in a little rush I naively accepted his proposal of 5 fingers (which admittedly is way too cheap), believing he wanted 5 Yuan (or ‚Kuai‘ like they say colloquially) and got in his car. Of course he wanted 50 Kuai instead (which is the equivalent of roughly 7€ so still very cheap for a 20min cab ride). Hey, at least it got me to the bus on time. They next day I didn’t feel like getting ripped off and left early to flag down a taxi drom the street, like it is customary in China. Unfortunately nobody had told me at this point, that most Chinese Taxi drivers do whatever the hell they want. If your destination is too far away or there is simply too much traffic on your route, they just kick your sorry as back out of the Taxi and you have to look for a new one. Being the lucky dude I am, it happened to me 8 times in a row and I successfully missed the bus on my second day at work. Consequently I had to look for a Taxi to get me straight to school, which wasn’t any easier because most drivers do not want to leave the city center. With a little delay of 20min I eventually made it to work. Of course the Photographer was at school that day but I look best completely sweaty and with huge dark circles around my eyes anyway…

The next logical step for me was to find an alternative for my way to school. Ros, an English teacher who sits on the bus with me, thankfully recommended me a Bike shop close to our bus stop downtown and so I spontaneously purchased a stylish, red Giant bike to take me through the streets of Beijing. The bike bell was a complimentary gift and a bike bell is a definite must-have in the street traffic of Beijing. As a Graz-native and a street chameleon (that means being on two wheels and – depending on the situation – a cyclist, a pedestrian or a car driver, © by Christoph Suppan) I would like to claim I am usually doing quite fine and can quickly get from A to B on a bike, even in heavy traffic. But traffic in Beijing is at least 3 levels higher. The city center (from East to West that’s about 40km) is split by 4 so-called ring roads. These ring roads are huge motorways with 8 lanes, most of which have sidestreets with 3 more lanes and one side-side street for two-wheeled traffic which you usually have to share with turning cars. I am saying two-wheeled on purpose because besides normal bikes you can find electric Scooters, Mopeds, Tuk-Tuks, rickshaws and several other compact vehicles that you have to share the road with. To put it short, traffic is absolutely insane. Traffic laws and rules might exist but are anything but followed. Car drivers usually follow the rule “who honks the loudest, gets to go first”. The two-wheeled vehicles cross even the largest roads as soon as they find an opportunity. The lights being red or green doesn’t matter in the slightest.

Already the first ride home from the bike shop was crazy. Finding your way through and passing all the other people in traffic and waiting on three red lights because there are so many people can actually be fun. By now I would say that I have been able to optimize my style of driving and am quite fast. Only stopping at red lights at the biggest streets and for emergencies. On of these emergencies happened 3 weeks ago.

On my way home there might have happened a tiny crash with an elderly Chinese man who was also going on his bike. If I cut the guy or he swerved into me not even the surveillance cameras were able to tell. I just dropped my satchel off my luggage rack, the gentleman unfortunately fell. Of course I stopped, like any decent human being would and called the ambulance with the help of a few pedestrians. His nose was bleeding and he was holding his arm. After the ambulance arrived after what seemed like half an hour, dependants of the gentleman had already arrived at the scene and asked me to wait for police to make a statement. Of course I didn’t expect the police to take 2 freaking hours to arrive at the scene. Because of language barriers and one hysterical wife I had to come with them to the police station (at least I had help from my lovely girlfriend and my HR manager Jenny as a translator). The police station was only 30min by car away and afterwards we even had to go to the hospital to check up on the gentleman and to find out what had happened to him. A Chinese public hospital is its own adventure and funnily enough Kasia had been to this exact hospital as a patient before. The reason for this is that apparently it happens quite frequently that unknowing foreigners get exploited and have to pay shittons of money because Chinese citizens fake injuries and get all sorts of medical examinations done to have the foreigners pay for it. Horror videos of accidents and people lying on the streets for hours without anybody stopping are not surprising because simply nobody wants to take the blame. Our gentleman had just sprained his arm and hopefully the bills shouldn’t be too high.

In the second week the school year 2017/2018 finally started at the German Primary School at the British School of Beijing, Shunyi. The whole school has more than 900 students, starting with the 2-year old Teddies all the way up to the 18-year old IB sstudents. The school is perfectly equipped as every classroom has an interactive Smartboard, several Computers for the students and every teacher gets their own iPad. There is a thearer, an amphitheater, a 6-lane swimming pool, a huge sports field, an indoor dome for the winter and two playgrounds for the breaks. In my German Klasse 4 (that’s the equivalent of Year 5 in the UK) I have 9 very lovely kids and the smallest class in the school (#coolface). The workday starts at 8am and the kids start getting to school at 8.15 (most of them on time as they get to school by school buses that pick them up from their compounds). The first lesson starts at 8:40 and primary school teachers eat with their class and are also teaching in the afternoon until the school day finishes at 3.30pm. For the students as well as for the teachers (or at least me as an Austrian teacher who is used to being home at 1pm) it isn’t always easy to have such a long school day. The level of concentration, particularly in the afternoon, is sometimes very low. Some good ol‘ games like Bear hunt, Ninja or other re-activating tasks have to help to motivate the kids. Additionally my classes time table this year is sh****, that most Math and German periods are in the afternoon which clearly doesn’t make it easier.

Even outside of the academic life there is a lot going on at our school. The parents association is very active and organizes many different events for the whole “BSB family”. This isn’t so surprising when you think about the fact that many parents (and specifically moms) are, very frankly put, just “expat add-ons” who come to Beijing with their spouses and sometimes don’t even know what to do with all their free time. Many spend their time at the “Chatterbox”, the school’s café which is also organized and run by the parents association. Moms can come here after school, chat and socialize with each other. In order to keep the parents entertained on the weekends and so that they know what exactly is going on in school during the week, every class has their own class blog. It is written by the class teacher and shows what has been worked on in different subjects and is supported by preferably very demonstrative pictures of life in the classroom, which the teachers take with their iPads during the week. Malicious tongues claim that this blog is kind of unnecessary work since most parents don’t even read it anyways. But a teacher does, what a teacher must do. That’s generally a motto that I have been living after. The work day significantly longer than the one of a primary school teacher in Austria. The kids are in school until 3.30pm but by contract we are still obliged to stay until 4.30 and my first bus back to downtown goes at 5.10. I’m not really every able to catch that bus though because I have too much stuff to correct, plan, meetings, answer e-mails, write reports and prepare for parents meetings etc. etc. At least everything seems worth it wheen you get a small letter on your desk at the end of the month. Somehow it has to pay off, right?

Paying something off is a good transition. China is very advanced when it comes to paying any sorts of bills. Almost everything can be paid by scanning a QR code on the app WeChat. WeChat is the Chinese version of WhatsApp and the center of post-communist, Chinese society. Of course Uncle Sam, or actually Uncle Mao is loving this since only last week it was confirmed that the Chinese government is officially allowed to use ALL private data on WeChat. As a foreigner you are kind of a glass person in China anyway but it is still a disturbing thought. It is definitely practical to use WeChat, as long as you have a Chinese bank account. I had to wait for about a month to set mine up because Chinese mills grind slowly and it takes a while to sort out all the documents. Thank God BSB has a human resources team for these matters that take care of visa, medicinal checks, accounts and so on. Being on your own you would probably be screwed hard and could return back home like a crying baby.

It might sound weird but I feel like I have only started proper life in China last week when I had my account set up and when I finally had money on my account and was able to start using all functions of WeChat. And witch that I mean everything. With only one touch on your smartphone you can pay your electricity and water bills, at the shop, in the restaurant, in taxis, rickshaws and even the public bikes that you can find literally everywhere and of which there must exist at least 10 Million in Beijing. Katie Melua wasn’t lying after all. In some institutions, such as KFC, cash isn’t even accepted anymore or they give you really nasty looks if you try to pay with dirty money. Of course you begin to forget that the government can follow every transaction and knows exactly how many cold milk teas I buy a week (it’s way to many but they are just too delicious..) Even most of the social life takes place on WeChat. You can fnd groups for everything: garage sales, job offers, organised walks, hikes and visits to the club, teachers have their own chat and teachers that live downtown have their own chat. It’s really amazing but also a little bit scary how powerful one mobile application can become.

In the meantime we have settled in well in Beijing. We in this case meaning Kasia and I. Kasia arrived in Beijing 2 weeks after me and is going to do an intensive Chinese language course at Beijing Institute of Technology over the following year. Our apartment is very cozy and homy after three adventurous visits to Ikea (yes, even the Swedes have made it to China). Adventurous because especially on weekends many Chinese families do trips to the arguably most famous furniture stores in the world to lie in the comfy beds, try out the couches in the show-rroms and simply just feel like a European for once. It’s very fun to observe but can get very tedious and exhausting when you have to squeeze through huge crowds for 5 hours and wait in line for half an our at the cashier.

If you want to afford it, you can definitely live a Western lifestyle. There is everything that one could wish for and even more. Our Chinese adventure has definitely been a success so far. It is stressful and there hasn’t been a lot of time for sightseeing yet. One trip to the Great Wall which has been organised by the school but was definitely worth it and a little walk around Olympic Park with Kasia and her sister Ola, who has been visiting us for the first three weeks in China. Nevertheless it has been a lot of fun and I think it ’s best to just let the pictures speak.

We’ve finished 6 weeks of school now and have reached the first half of our first term. It is definitely time for vacation. And that’s exactly what started yesterday. Every year at the end of September/beginning of October the moon festival or mid-autumn festival is celebrated in China. The school also closes down for one week and the whole country travels somehwere. Kasia and I have decided to go on a bus tour to western China for the next week. I’ll tell you more about our adventures on the Silk road next time.

Stayed tuned and kisses on the tum-tum!

Peace out, your friendly neihborhood bear <3

Arbeit, WeChat und die Mauer

Find the English version of this Blog here

 

Auf den Tag genau ist es jetzt einen Monat her, dass ich Fuß auf chinesischen Boden gesetzt habe. (Mittlerweile bei der Fertigstellung dieses Blogs schon 6 Wochen) Inzwischen ist sehr viel Wasser den Jangtsekiang hinunter gelaufen und noch mehr Feinstaubpartikel haben den Weg in meine Lungen gefunden. Es ist soweit liebe Leute, der erste China-Blog ist da! Aber alles der Reihe nach…

Das große Abenteuer begann am 13. August mit einem achtstündigen Direktflug von Warschau nach Peking. Schon am Flughafen der erste Mini-Kulturschock, da sich im Flieger logischerweise 95% Chinesen befanden. Es wird kaum noch Polnisch oder gar Englisch gesprochen, die Durchsagen sind bereits auf Chinesisch, die Schlange zum Check-in ist eher ein Haufen. Gute 8.5h später (wobei davon 6 im Schlummerland verbracht wurden) Ankunft am Flughafen in Peking. Montag, 7:00 Früh Ortszeit. Mein erstes Meeting sollte am selben Tag zwei Stunden später beginnen und somit Begann ein Kampf gegen die Zeit. Eine Stunde an der Grenzkontrolle, meine 3 großen Gepäckstücke abgeholt und dann auf die Suche nach dem, von der Schule organisierten Fahrer gemacht. Nur durch Hilfe meiner Human Ressources Managerin konnte der Fahrer gefunden werden. Er hatte zwei Personen erwartet und mich deshalb nicht als seinen Gast identifiziert. Dann noch 2 mal verfahren und perfekt war die Verspätung. Als ich endlich an meiner zukünftigen Arbeitsstätte, der British School of Beijing in Shunyi ankam, war die Rede von unserem Direktor schon mitten im Gange und niemand hatte eine Ahnung wo „Mr. Illek“ abgeblieben war. Gepäck kurzer Hand bei der Rezeption verstaut und somit direkt vom Flughafen zum ersten Arbeitstag, womit ich mir auch gleich den Respekt vieler Kollegen verdiente, die laut Eigenaussage alle auf jeden Fall zuerst nach Hause gefahren wären. Wäre ob des Schlafmangels und Jetlags sicher auch keine schlechte Idee gewesen.

Nach einem Tag voller Meetings, dem Kennenlernen der Kollegen der deutschen Grundschule – so heißt die Sparte in der ich offiziell Unterrichte – und ungefähr 4 Kaffee konnte ich dann gegen 16:00 endlich in Richtung Wohnung aufbrechen. Organisiert wurde diese über die Schule und sie befindet sich im bekannten Chaoyang District neben dem gleichnamigen, riesengroßen Park. Abgeholt wurde ich von meinem Housing Agent Rita die mich samt Fahrer zur Wohnung brachte, in der zwei weitere Housing Agents bereits mit einem Carepaket und einer wirklich schön und modern eingerichteten Wohnung auf mich warteten. Der Fernseher mit HBO lief bereits und im Kühlschrank war schon das Bier eingekühlt. Da kann man sich wirklich nicht beklagen. Die Wohnung befindet sich in der sogenannten East Wind Garden Wohnanlage, ca. 40 Autominuten (je nach Verkehr) von der Schule entfernt. Hier scheinen vor allem pensionierte Chinesen der mittleren Oberschicht und ein bunter Mix aus internationalen Bewohnern zu leben. Manche werden sich vielleicht fragen, warum ich so weit vom Arbeitsplatz weg wohne. Der Grund hat fünf Buchstaben und kommt aus Polen 😉 Für Kasia wäre es von ihrer Uni aus mit den Öffis eine 2.5-stündige Tortur gewesen um jeden Tag zu pendeln und daher wurde uns von der Schule angeboten weiter im Zentrum eine Wohnung zu bekommen. Wie Jamie Lannister sagen würde: „The things you do for love…“

Schon an den ersten zwei Tagen war der Weg zur Arbeit ein Abenteuer. Der Plan wäre gewesen mit dem Taxi zum zweiten Campus zu fahren, wo mich der Schulbus mitnehmen sollte. Die British School of Beijing hat nämlich auch in Sanlitun (ziemlich im Zentrum und ca. 15 Autominuten entfernt) einen Standort von dem jeden Morgen um 7:20 ein Shuttlebus in ca. einer halben Stunde nach Shunyi fährt. Leichter geplant als getan… Nachdem ich am Dienstag zunächst vom ersten Taxifahrer abgewimmelt wurde, ließ ich mich danach von einem inoffiziellen „Schwarztaxi“-Fahrer abziehen. Schon etwas im Stress hielt ich seinen (zugegebenermaßen sehr billigen) Preisvorschlag von 5 Fingern für 5 Yuan (oder ‚Kway‘ wie es umgangssprachlich heißt) und stieg naiverweise ein. Stellte sich heraus, dass er eigentlich 50 Kway haben wollte (umgerechnet auch nur ca. 7€ für eine 20-minütige Taxifahrt, also eigentlich sehr preiswert). Immerhin war ich rechtzeitig im Bus.

Am nächsten Tag wollte ich aus meinem Fehler lernen und diesmal ein normales Taxi nehmen und versuchte mir, wie es in Beijing üblich ist, eines von der Straße runter zu winken. Dass die chinesischen Taxifahrer einfach das tun, was sie wollen hatte mir zu diesem Zeitpunkt noch niemand verraten. Wenn der Zielort zu weit weg ist, oder zu viel Verkehr auf der Strecke herrscht, wird man einfach hochkant wieder aus dem Taxi geworfen und man muss sich ein neues suchen. Bei meinem Glück passierte mir das an besagtem Mittwoch gezählte 8 Mal und ich hatte damit den Schulbus erfolgreich verpasst und musste mit dem Taxi direkt in die Schule fahren, wobei auch das kein leichtes Unterfangen darstellte weil die meisten Fahrer nicht so weit aus der Stadt rausfahren wollen. Mit ein wenig Verspätung habe ich es dann doch irgendwie zur Arbeit geschafft. Das am selben Tag auch noch der Fotograf an der Schule war, kam mir gerade recht. Verschwitzt und mit Augenringen schau ich eh am besten aus…

Der für mich nächste, logische Schritt war es, ein Alternative für meinen Schulweg zu finden. Ros, eine Englisch-Lehrerin die mit mir im Bus sitzt, empfahl mir kurzer Hand ein Radgeschäft in der Nähe unserer Bushaltestelle und so besorgte ich mir noch am Heimweg ein fetziges, rotes Rad der Marke Giant. Die Klingel war Gott sei Dank gratis dabei, denn eine solche ist im Straßenverkehr Beiijings ein absolutes Muss. Als altes Grazer Straßen-Chamäleon (zweirädrig unterwegs und situationsbedingt Radfahrer, Autofahrer oder Fußgänger sein, © by Christoph Suppan) würde ich behaupten, dass ich mich als Radfahrer gut im Verkehr zurecht finden kann. Peking ist aber einfach noch einmal 3 Level höher. Die innere Stadt (von West nach Ost sind das ca. 40km) wird durch 4 Ringstraßen unterteilt. Das sind 8 spurige Schnellstraßen, die an den meisten Stellen noch einmal eine dreispurige Nebenstraße in beide Richtungen haben, welche noch einmal eine Nebenspur nur für Zweirädrige hat, welche man sich manchmal auch noch mit abbiegenden Autos teilen muss. Ich sage bewusst Zweirädrige, weil man neben Fahrrädern hier auch hauptsächlich Elektro-Scooter, Mopeds, Tuk-Tuks, Rikschas und andere Kleinfahrzeuge jeglicher Art findet. Der Verkehr ist kurz gesagt absolut verrückt. Verkehrsregeln gibt es vielleicht, allerdings werden sie so gut wie von niemandem befolgt. Bei den Autofahrern gilt „Wer lauter hupt, fährt zuerst“ als Faustregel Nummer 1. Die Zweirädrigen kreuzen selbst die Ringroad-Nebenstraßen sobald sie eine Möglichkeit sehen. Ob die Ampel grün oder rot ist, spielt dabei keine Rolle.

Gleich die erste Fahrt nach Hause war eine wahnsinnige Hetz, Sich zwischen den vielen anderen Verkehrsteilnehmern durchschlängeln und drei Ampelphasen an einer Kreuzung zu warten kann auch Spaß machen. Mittlerweile würde ich sagen, dass ich meinen Fahrstil durchaus optimieren konnte. Stehen geblieben wird wirklich nur an den großen Kreuzungen wenn es rot ist und bei Notfällen. Zu so einem sollte es dann vor mittlerweile zwei Wochen kommen.

Auf dem Nachhauseweg kam es möglicherweise zu einem kleinen Kontakt mit einem älteren chinesischen Herren, der ebenfalls auf seinem Fahrrad unterwegs war. Ob nun ich den Herren geschnitten habe oder er mir hinten reingefahren ist, wissen selbst die Überwachungskameras nicht. Mir ist nur die Schultasche vom Gepäcksträger gefallen, der Herr kam zu Sturz. Auf jeden Fall blieb ich stehen, wie es ein guter Bürger eben macht und verständigte mit Hilfe einiger Passanten die Rettung, nachdem sich der Herr den Arm hielt und aus der Nase blutete. Als diese nach gefühlt einer halben Stunde eintraf waren bereits Angehörige des Verletzten vor Ort die scheinbar in der Nähe wohnten und angerufen wurden. Ebendiese baten mich auf die Polizei zu warten um eine Aussage zu machen. Dass die Polizei geschlagene 2 Stunden auf sich warten ließ konnte ich leider nicht erahnen. Ob Sprachbarriere und hysterischer Ehefrau musste ich dann (Gott sei Dank mit Beistand von Kasia und meiner HR Managerin Jenny als Übersetzerin) auch noch mit auf die Polizeistation – diese war eh nur 30min mit dem Auto entfernt und danach auch noch ins Krankenhaus (ein öffentliches chinesisches Krankenhaus ist ein Erlebnis an sich, witzigerweise war Kasia in ebendiesem Krankenhaus schon mal als Patientin) um abzuklären, wie schwer die Verletzungen des Herren wirklich waren. Außer einem geprellten Unterarm ist nicht viel passiert. Anscheinend passiert es oft, das ahnungslose Ausländer zum Handkuss kommen und dann Unmengen an Geld bezahlen müssen, weil Chinesen Verletzungen fingieren und dann alle möglichen Untersuchungen machen lassen und diese dem Schuldigen zukommen lassen. Da verwundern dann einen auch diese Horror-Videos nicht mehr, bei denen es zu Unfällen kommt und absolut niemand stehen bleibt: Es will einfach niemand die finanzielle Verantwortung dafür übernehmen.

In der zweiten Woche begann dann auch das Schuljahr 2017/2018 an der German Primary School der British School of Beijing. Die Schule hat insgesamt über 900 Schüler. Beginnend bei den zweijährigen Teddies geht es hinauf bis zu den 18-jährigen IB Studenten. Die Schule ist perfekt ausgestattet, in jeder Klassen gibt es interaktive Smartboards, mehrere Computer für Schüler und jeder Lehrer bekommt am Anfang des Schuljahres ein iPad. Es gibt ein Theater, ein Amphittheater, ein Schwimmbad mit 6 Bahnen, einen riesigen Kunstrasen-Sportplatz, einen Indoor-Dom für den Winter und zwei Spielplätze für die Pausen. Ich habe in meiner German Klasse 4 (entspricht der deutschen Schulstufe 4, allerdings der britischen Schulstufe 5) 9 Kinder und damit die kleinste Klasse der gesamten Schule. Der Arbeitstag beginnt um 8:00, die Kinder treffen ab 8:15 ein (die meisten pünktlich um diese Zeit mit dem Schulbus der sie von den Wohnanlagen abholt) und der Unterricht beginnt ab 8:40. Lehrer in der Primary School essen gemeinsam mit ihren Schülern und sind auch am Nachmittag in der Klasse bis der Schultag um 15:30 offiziell endet. Sowohl für die Kinder als auch für die Schüler ist das nicht immer einfach so lange durchzuhalten. Die Konzentration ist vor allem am Nachmittag bei vielen schon dahin. Die gute alte Bärenjagd oder andere kurze, aktivierende Einheiten müssen dann helfen die Kinder noch einmal zu motivieren. Das der Stundenplan dann auch noch besch***** ist, weil die meisten Mathe und Deutschstunden am Nachmittag sind, ist natürlich nicht sonderlich hilfreich.

Auch rundherum um das akademische Leben spielt sich sehr viel ab. Der Elternverein ist sehr aktiv und veranstaltet viele Events für sich und auch die gesamte „BSB-Family“. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass viele Eltern (vor allem Mütter) ganz schirch gesagt nur als „Expat-Anhängsel“ mit ihren Ehepartnern mit in Beijing sind und teilweise gar nicht wissen, was sie mit ihrer vielen Zeit anfangen sollen. Viele von Ihnen verbringen dann z.B. Zeit in der Chatterbox, dem Schulcafé, das auch vom Elternverein betrieben wird und wo sich Mütter zum quatschen und socializen treffen. Damit ihnen auch am Wochenende nicht fad wird und die Eltern immer wissen, was in der Schulwoche so passiert, hat jede Klasse ihren klasseneigenen Blog, der von den Lehrern wöchentlich verfasst wird. Dort wird kurz geschildert was in den einzelnen Fächern gerade Thema war, ist und sein wird und das ganze wird dann noch mit möglichst aussagekräftigen Bildern, die man mit dem iPad unter der Woche schießt, untermalt. Böse Zungen behaupten ja, das es sich hier um eine gewisse Sisyphos-Arbeit handelt, weil die meisten Eltern nie einen Blick in diesen Blog werfen. Aber ein Lehrer tut nun mal, was ein Lehrer tun muss. Das ist generell ein Motto nachdem ich im Moment lebe. Der Arbeitstag ist doch deutlich länger als für einen Volksschullehrer in Österreich. Bis 15:30 sind die Kinder in der Schule und vertraglich müssen wir dann noch bis 16:30 absitzen und der erste Bus zurück in die Innenstadt geht dann erst um 17:10. Diesen Bus erwische ich de facto aber fast nie, weil mit Korrigieren, Planen, diversen Meetin-gs, e-Mails beantworten, Reports schreiben, Elternsprechtagen usw. usf. Es einfach nicht anders möglich ist. Dafür kommt dann immer Freude auf wenn man am Monatsende ein kleines Briefchen am Schreibtisch vorfindet. Irgendwie muss es sich ja bezahlt machen.

Das mit dem Bezahlen ist überhaupt ein gutes Stichwort. Hier sind die Chinesen wirklich fortschrittlich unterwegs, denn beinahe alles kann bereits mit dem Scannen eines QR-Codes in der App WeChat bezahlt werden. WeChat ist das chinesische Pendant zu WhatsApp und der Dreh- und Angelpunkt der post-kommunistischen, chinesischen Society. Der Vater Staat freut sich natürlich, nachdem erst letzte Woche offiziell bekannt wurde, dass die chinesische Regierung Einsicht in ALLE privaten Daten aller WeChat Nutzer nehmen darf. Da man als Ausländer in China sowieso ein gläserner Mensch ist, kann einem das meiner Meinung dann auch schon getrost Wurst sein.

Praktisch ist es dennoch, dieses WeChat Pay, solang man denn ein chinesisches Konto hat. Auf dieses musste ich knapp einen Monat warten. Die chinesischen Mühlen malen langsam und bis alles unter Dach und Fach ist, dauert es nun einmal. Der Passierschein A38 lässt grüßen. Gott sei Dank gibt es an der BSB für solche Angelegenheiten ein Human Resources Team, das sich um Visa, medizinische Checks, Kontos usw. kümmert. Alleine wäre man hier wohl verloren und könnte eingezogenen Schwanzes wieder die Reise nach Hause antreten.

So komisch es klingen mag, mir kommt vor ich bin erst jetzt so richtig im chinesischen Leben angekommen, wo ich Geld auf meinem Konto habe und endlich auch WeChat für alles nutzen kann. Und damit mein ich auch wirklich alles. Die Stromrechnung, die Wasserrechnung, im Geschäft, im Restaurant, die Taxis, die Rikschas und selbst die öffentlichen Fahrräder, die wirklich überall herumstehen und von denen es, wie von Katie Melua besungen, bestimmt über 10 Millionen in Peking geben muss, können mit einem Knopfdruck bezahlt werden. Bargeld wird bei manchen Institutionen, z.B. bei KFC, nicht einmal mehr akzeptiert, oder nur sehr ungerne gesehen. Natürlich vergisst man dann auch schnell einmal, dass die Regierung all deine Transaktionen mitverfolgen kann und weiß, wie viele kalte Milchtees ich mir in der Woche kaufe (es sind erschreckend viele, ist aber auch wirklich geil, dieses Getränk). Auch das Sozialleben organisiert sich in vielen Hinsichten über WeChat. Es gibt für alles eine Gruppe. Flohmarkt, Jobbörsen, organisierte Spaziergänge, organisiertes Fortgehen, die Lehrer haben einen Chat, die Lehrer die im Zentrum wohnen haben einen eigenen usw. usf. Eigentlich krass und ein wenig beängstigend, wie mächtig eine Mobil-Applikation werden kann.

Mittlerweile haben wir uns gut in Peking eingelebt. Wir das sind in diesem Fall Kasia und ich. Kasia ist 2 Wochen nach mir in Peking angekommen ist und wird im kommenden Jahr auf dem Beijing Institute of Technology einen intensiven Chinesisch Sprachkurs absolvieren. Die Wohnung ist nach drei abenteuerlichen Ikea-Besuchen (ja, auch die Schweden haben es nach China geschafft) mittlerweile auch schon recht ansehnlich eingerichtet. Abenteuerlich deswegen, weil vor allem am Wochenende viele chinesische Familien einen Familienausflug ins wohl berühmteste Möbelhaus der Welt machen um dort in den Betten probezuliegen, sich es in den Schauräumen gemütlich machen und sich einfach mal wie ein Europäer fühlen wollen. Sehr amüsant zu beobachten aber daher auch sehr anstrengend wenn man sich 5 Stunden lang durch die Massen plagen muss und eine halbe Stunde an der Kasse Schlange steht.

Wenn man es sich denn leisten möchte, kann man also durchaus einen westlichen Lebensstil führen. Es gibt eigentlich alles, was das Herz begehrt und teilweise auch noch viel mehr. Das Abenteuer China ist bis jetzt wirklich ein voller Erfolg. Es ist anstregend, es war bis jetzt nicht viel Zeit für sightseeing oder Ausflüge. Ein, umso beeindruckenderer Sonntag an der Mauer der von der Schule organisiert wurde und ein Spaziergang im Olympic Park mit Kasia und ihrer Schwester waren das höchste aller Gefühle. Am besten hier lasse ich einfach die Bilder sprechen.

Mittlerweile haben wir schon 6 Schulwochen absolviert und die Hälfte des ersten Trimesters erreicht. Es wird Zeit für Ferien. Und diese haben auch gestern begonnen. Die Chinesen feiern Ende September, Anfang Oktober das Mittherbst fest oder auch Mondfest genannt. Dazu schließt auch die Schule für eine Woche ihre Pforten und Kasia und ich haben beschlossen uns auf eine Bustour in den Westen Chinas zu begeben. Über die Abenteuer an der Silk Road werde ich euch dann das nächste Mal berichten.

Stay tuned und Bussis aufs Bauchi!

Peace out, euer friendly neighborhood bear <3

Waterfalls, Phallii and Floop

Hier geht’s zur deutschen Version

Dear readers, friends, relatives and anybody else who somehow ended up on this blog,

It happened again: I went on a trip and I would really like to tell anybody who wants to read this about it!

About 4 years ago we (that is my good friend Patrick and I) found out that in 2017 the 15th world Scout Moot is going to take place in Iceland. Some of you might ask: What the hell is a World Scout Moot? Very simple: It is an international scout camp for Rover and Ranger scouts – so the 18 to 26 year olds. Instead of having to take care of children you become the participent yourself one last time and go on an international camp as a real scout. We did not want to miss out on that opportunity and promised each other years ago that we would go on this camp together.

Fast forward: July, 2017. Since we have plenty of adventurous lads and lasses in our awesome Scout group (Graz 5 represent) it wasn’t just Patrick and I who decided to go on this camp but overall 11 of our group that should go on this Icelandic adventure.

Because of individual and financial reasons I left for Iceland – a little bit earlier than the others – on the night of the 21st to the 22nd of July already to fly into Keflavik, Iceland. As luck would have it our dear Börni and a small Austrian IST delegation (IST is the International Service team – so essentially staff) arrived at the same time as I did and on the spot decided that we would stick together for the next few days. After looking for our luggage for a while we finally got to the campsite at around 4am and after a Welcome-to-Iceland beer went to bed.

The next couple of days were basically exploring Iceland’s capital city Reykjavik. A few hightlights: The Phallus Museum in which you can literally find all the manhoods of the animal kingdom and of some fantasy beasts (raise your hand if you have seen a troll penis!). Talking about phallii: The local church of Reykjavik is definitely such a symbol and towers over most buildings of the capital. On the 22nd we kind of started the camp experience as it was time for the IST members to receive their training. Since I was actually not a staff member but a participant I quickly assumed the identity of Ramon Maier in order to receive all the staff perks (which indcluded free room and board and free admission to the local hot pools) until the camp officially started.

On Monday, the 24th it was finally time! The Moot was officially opened. Goosebumps included, which I always get at the beginning of camps like this. After a short and quite strange opening ceremony (the Icelandic do some things in a different way) with a few speeches and three acrobatic shows the Moot was inaugurated. Right away all the participants were sent to there so-called “expidition camps”. In 11 locations spread across Iceland the participants would spend their first 4 days of the camp. We (that is Christoph and I) had already found out beforehand that we were going to be send to to the highlands of Iceland. Together with our patrol (in our case Collette and Cory from Australia, Rebecca and Chris from the UK, Corinne from Colombia and Clarice from Brasil) and our tribe (roughly 40 people overall) we were send off to Hólaskjól (lit. shelter in the hills). After quickly loading up the bus with our luggage, equipment and food for the next 4 days we were off for our 5h bus ride across country. After a little bit of smalltalk and getting to know each others names we received our first evil tidings from our tribe advisor Marie-Luise: At our expedition center there will be no running hot water (which means no showers), no electricity and most importantly NO PHONE RECEPTION! Swallow that, bit***! But hey, we are scouts right? So it shouldn’t be too bad. In hindsight these circumstances were a true blessing to our group dynamics. Because I would like to argue that if we had access to our phones we would have never became such a close group. It might sound sad, but we are indeed the smartphone generation but if you take them away from people astounding things happen. People actually engage with each other, play games, dance, make music, philospohize about god and the world and really become close friends in a very short amount of time. And exactly that happened to our HOLA-2 troop, or as we later called it our little “Floop family” (Floop is, according to our troop leader Haldór, the sound that Icelandic make when the get down to business). A few highlights from our 4 days in Hólaskjól: Crossing a river at a water temperature of 4°C, climbing an inactive volcano, swimming in natural hot pools in the middle of nowhere, crossing rivers in a bad ass bus, spreading hay on horse tracks for community service (hay fever olé) and countless hours of games, making music, singing and just generally a really fucking good time! After four adventure-packed days, all our clothes and ourselves being just filthy we were able to go to some public pools on our way back to the main camp at Úlfjótsvatn where we were able to take HOT showers and so we wouldn’t have to arrive as dirty pigs to the opening ceremony of the main camp.

Which brings me to the second half of the camp which we got to spend at the marvellous Úlfjótsvatn lake, southeast of Reykjavik. The main camp was opened with a welcome party with speeches and a Djane. Moments like these are always really special to me because the just bristle with happiness of life. If you have people from all corners of the world that come from different backgrounds and you could immediately start a conversation with any of them you have arrived at an international scout camp! People singing, smiling and dancing together as far as the eye can see. Just walking through the crowd and taking selfies with complete strangers. Joining a conga line and randomly stopping somewhere else to dance the Limbo. Beach balls, inflatables and flags everywhere! Pure goosebumps!!

These next four days we also got to spend with our Floop family and had the chance to get to know each other even better (the occasional game of never have I ever helps a lot) and do all the different program activities together. There were 5 different program villages at the Moot that all had different themes. Taken from the Icelandic coat of arms – the Landvaettir – there was the bull village (environmental activities), the eagle village (history and Icelandic culture), the giant village (games and leisure activities), the dragon village (music and culture) and the Yggdrasil village (that’s the tree of life according to Nordic beliefs) which was the inter-faithful zone where you could learn more about faiths and beliefs.

Another great highlight was the international carnival where all countries were able to represent themselves with authentic, traditional cuisine, their respective traditional clothing. It fostered the intercultural theme of the camp even more. From Argentinian Yerba Mate, over Jordanian coffee all the way to Romanian horse salami all the overwhelming treats made your taste buds explode.

The evenings were just exactly right up our Graz 5-alley. Meaning campfire and singing and guitar-action until the early morning hours almost every day. Led by Christoph and Momo, who wouldn’t pass up the chance and took their travel guitars to entertain what was looking like a good 100 people some nights. Obviously vocal cords and sleeping pensum suffer from that but you know it was worth it when 4 weeks Rebecka from Sweden messages you that she always has to think about those nights when she hears Red Hot Chilli Pepper’s Otherside now and when Myriam from Lebanon buys a Kazoo for the same reason. Cheers to singing! Loudly, passionately and completely out of tune! If the voice wasn’t up for it at all the dutch partytent “Fire and Ice” was a fun alternative. Every night was popping and you could really smell the testosterone and estrogene mix in the air.

Way too fast the 15th World Scout Moot was already over again. I am extremely happy I was able a Scout camp like that one last time. The theme of the camp “Change” was definitely suitable and I believe I am not the only one when I say, that this experience has changed me in a positive way and once again showed me that our world doesn’t just consist of powerhungry politicians, religious fanatics and assholes of all sorts. There are so many young, positive people that would like to move our society in the right way and will do that for sure. Through tolerance, open-mindedness and positive thinking we can achieve so much and at this camp I got the impression that we are on a good way to improve our world. I am very glad to make the international friendships that I have with my Floop family and I am certain to say that I will see many of them in the future.

The whole camp was closed with an official closing ceremony and an unofficial one that was hosted by the Australian contigent who really splashed out and rented the whole entire Harpa. The newly build opera house in the harbour of Reykjavik. With a special VIP wristband and steep, icelandic prizes for drinks we closed the Moot in style. For some the next way was straight to the airport to come back home, some others had planned some kind of post-travel. The friends from our scout group (9 overall + two girlfriends and 1 Markus) decided to travel in Iceland for the next 10-12 days.

So the next day we (that is Annika, Resi, Benjo and I) went to pickup our rental car. A lovely Renault Megane and went to our first pit stop, Sandgerdi where we were waiting for Markus, who was going to travel in Momo, Michi and Johnnys car. After one of the coldest nights in Iceland so far we left the next day to explore the Golden circle – one of the most popular and touristic areas in Iceland since it offers the chance to see Geysirs, waterfalls and glaciers in a very short range from each other. Like true tourists we passed by the iconic places really quickly and then left for the Snaefellsnes peninsula to the lovely fishing town of Ólafsvik. On the way there we still stopped to explore the Arnarker cave which is situated in the middle of nowhere but is quite impressive to climb into. Arriving in Olafsvik we were welcomed by one of the most amazing sunsets that I have ever seen and which seemed to last for 3 hours until the sun had really set.

Over the next couple of days we thoroughly explored the peninsula and all it’s beautiful places. Among other things we saw the Snaefellsjoekull, which is the glacier of the peninsula. Actually our plan was to drive up as far as possible and then hike the rest of the way up the glacier but the roads were in such a bad shape that it was impossible to drive our rental car up there. So we had to settle for a smaller hike and went on the rock that is featured in the beginning of the Lion King. Some other highlights were the seals in Ytri-Tunga, the black beach of Djúpalón, the picturesque town of Hellnar with a nice birdwatching bay and of course the watefalls of Kirkjufoss and Bjarnarfoss.

Before we left for the Westfjords, the main destination of our roadtrip, we started a whalewatching tour in Olafsvik. Unfortunately we didn’t get as lucky as in Califnornia (the loyal reader remembers) and only saw one minkwhale for a bout 10 seconds. Thanks for nothing… At least we got a lifetime voucher for any of the Laki whale watching tours. Which are offered from Olafsvik and one other remote place in the Westfjords. I guess I gotta come back.

The last few days of our road trip we spend in the Westfjords region of Iceland. A very scenic and beautiful region which is quite hard to travel since you have to drive around every single fjord and sometimes spend a long time on the road to get from A to B. For that fact the Westfjords are not that frequently traveled and only 10% of all the tourists in Iceland make it there. The untouched and remote nature are really what make Iceland the special place that it is with the very diverse landscapes and terrains. I can really only recommend anyone to take the flight up north. It is definitely worth it.

A few of the highlights in the Westfjords were the incredibly impressive Dynjandifoss waterfalls, which are 100m tall and 60m wide in the lower part where they hit the ground; the oldest steel ship of Iceland, the cliffs of Latrabjarg which are not only a bird-watching paradise, home to the iconic Icelandic puffins, but also the most Western point of Europe, the witchcraft museum in Drangsnes..

..and the Brautarholdtfarm in Selárdalur. This farm actually deserves a special mention. It is only accessible through a 26km long “road” that partially goes along right next to the sea and has more pot holes than I have ever seen anywhere else. When it rains heavily, like it did when we went there, you can at least spot the holes more easily. The Brautarholdt farm was populated by a man called Samuel Jonsson, who moved there to spend his retirement and who was a self-acclaimed artist. He built several sculptures on the premises. Among them a replica of the Sisteen Chapel, the Lion Fountain of the Alhambra which he only built with 6 instead of 12 lions because he could only see 6 of them on the picture. You can barely notice that Jonsson never received proper training to be an artist…

The last night on the Westfjords was especially pleasant. Since in mid August Iceland can already get quite chilly and our campsite was situated just next to the sea it was quite windy. 5°C + windchill is cold. At least there was a social room. Which was also the kitchen. Which was also the room with showers and toilets. Thanks for nothing Mr. Campsite owner..

After finishing the roadtrip I was ready to relax. Well… I wish. Flying back on the 11th of August to Warsaw I only had a day to recover (and go out to shot bars. You can Imagine how that went) before flying straight to Beijing, China on Sunday evening to go straight from the airport to my new workplace on Monday morning: The German primary school of the British School of Beijing, Shunyi. I’ve been in Beijing for over a month now but I have not had any time to write any blog posts (besides the ones for the parents, but that is a different story) hence the delay of this post.

How life in China has been so far, I’m going to tell you in the next blog which I’ll hopefully be able to publish by the end of next week. I’ll just tell you this much: There’s at least three worlds between Iceland and China!

You’ll hear from me soon, promised! Until then Bussi aufs Bauchi and treat yo’self!

Peace out, your friendly neighborhood bear <3

Wasserfälle, Phalii und Floop

Find the English version here!

Liebe Leser, Freunde, Verwandte und alle anderen die sich irgendwie auf diesen Blog verirrt haben!

Es ist wieder so weit und ich habe eine Reise getan von der ich euch unbedingt berichten möchte. Vor ca. 4 Jahren haben wir (das sind Patrick und ich) herausgefunden, dass 2017 das 15. World Scout Moot in Island stattfinden wird. Manche von euch werden sich nun bestimmt fragen: Was zum Teufel ist ein World Scout Moot? Ganz simpel erklärt: Es handelt sich hierbei um ein internationales Pfadfinderlager für Rover- und Ranger-Scouts – also die 18 bis 26-jährigen. Anstatt Kinder zu betreuen wird man also selbst noch einmal zu einem Teilnehmer und dieses Erlebnis, noch ein letztes Mal als Aktive auf ein internationales Lager zu fahren, wollten wir uns nicht nehmen lassen und versprachen uns also bereits vor Jahren, dass wir gemeinsam auf dieses Lager fahren werden.

Fast forward: Juli, 2017. Ob der Abenteuerlustigkeit unserer geilen Pfadgruppe (Graz 5 represent) waren es im Endeffekt nicht nur Patrick und Ich sondern insgesamt gleich 11 5er, die die Reise nach Island antreten sollten.

Aus verschiedenen finanziellen und situationsbedingten Gründen, flog ich – wenig früher als die meisten anderen – bereits in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli nach Keflavik, Island. Wie es der Zufall so wollte war auch unser lieber Börni und eine kleine, österreichische IST (das ist das International Service Team) Vorhut zur gleichen Zeit am Flughafen und wir beschlossen gleich uns auf ein ‚Packel‘ zu hauen. Nach langer Suche nach dem Gepäck (dazu noch mehr später) kamen wir schließlich um 3:50 Uhr Früh am Campingplatz an und nach einem Willkommensbierli ging es auch gleich ins Bett.

Die nächsten zwei Tage bestanden aus dem Erkunden der Hauptstadt Islands, Reykjavik. Einige Highlights: das Phallus-Museum, in dem es wirklich jedes Gemächt des Tierreiches und auch einiger Fantasiewesen (Wer hat schon mal einen Troll-Penis gesehen?) zu bestaunen gibt. Wenn wir gerade von Phalli sprechen, ein solches Symbol ist definitiv auch die Kirche Reykjaviks, die fast alle Gebäude in Reykjavik überragt.

Am 22. dann der erste Kontakt mit dem offiziellen Moot. Die Serviceteam-Leute konnten sich registrieren und wurden ab sofort eingeschult. Nachdem ich ja eigentlich als Teilnehmer dabei war konnte ich mir mit Hilfe eine geheime Identität erschleichen und als Ramon Maier die Vorzüge des IST-Daseins (Unterkunft, Verpflegung und Gratiseintritt in die hiesige Therme) genießen.

Am Montag, 24. war es dann endlich soweit! Das Moot begann wirklich, offiziell und mit Gänsehaut, wie es bei mir immer der Fall ist bei solchen Lagern. Mit einer etwas merkwürdigen, jedoch kurzweiligen Eröffnungsfeier (die Isländer sind in vielen Dingen einfach etwas eigenwillig), mit ein paar Ansprachen und 3 Akrobatikeinlagen wurde das Moot eingeläutet. Direkt im Anschluss ging es dann zu den sogenannten „Expedition Camps“. An 11 Orten, quer über Island verteilt, verbrachten die Teilnehmer die ersten 4 Tage ihres Lagers. Bereits zuvor hatten wir (das sind Christoph und Ich) erfahren, dass wir gemeinsam mit unserer Patrulle (in unserem Fall Collette und Cory aus Australien, Chris und Rebecca aus Großbritannien, Corinne aus Kolumbien undClarice aus Brasilien) und unserem Trupp (insgesamt 40 Leute) in den Hochländern Islands, genauer gesagt in Hólaskjól (zu Deutsch „Unterschlupf in den Hügeln) untergebracht wurden. Also ratzfatz alles im Bus verstaut und ab gings mit einer 5-stündigen Fahrt über Stock und Stein in die Berge. Nach kurzem Smalltalk im Bus dann gleich wir sind nun einmal die Generation Smartphone und wenn man diese Mal entfernt passieren erstaunliche Dinge. Leute sprechen miteinander, Leute philosophieren, spielen, tanzen, musizieren, lernen sich kennen, tauschen sich aus und werden in so kurzer Zeit richtig, richtig gute Freunde. So auch passiert im Trupp HOLA-2, liebevoll auch die „Floop-Family“ getauft. (Floop ist unserem Truppleader Haldór zu Folge jenes Geräusch, das Isländer und Innen machen, wenn es so richtig zur Sache geht). Ein paar Highlights unserer vier Tage in Holaskjol: Eine Flussüberquerung bei einer Wassertemperatur von ca. 4°C, Besteigung eines inaktiven Vulkanes, Schwimmen in natürlichen, heißen Schwefelquellen mitten in der isländischen Pampa, Flussüberquerungen mit einem Autobus inkl. Panne durch Steinverklemmung, Community Service bei dem wir Heu für die Reitwege auslegen durften (Heuschnupfen olé!), Spiel, Spaß und Musik jeglicher Art und im Großen und Ganzen einfach eine richtig geile Zeit!

Nachdem sowohl unsere Kleidung als auch wir vor Dreck nur so standen wurden wir vor dem gemeinsamen Standlager in Úlfjótsvatn noch zu Thermalbädern kutschiert wo wir uns HEIẞ (das wäre dann auch mein erstes großes ẞ!) duschen konnten um nicht als komplette Drecksspatzen bei der zweiten Eröffnungsfeier anzukommen.

Die letzten 4 Tage verbrachten wir dann, wie bereits oben erwähnt, am wunderschönen Úlfjótsvatn-See, südöstlich von Reykjavik. Das gemeinsame Lager wurde durch eine weitere Welcome Party eröffnet. Ansprachen und einer gewöhnungsbedürftigen DJane inklusive. Für mich sind solche Momente immer ganz besonders, weil sie einfach nur von Lebensfreude strotzden. Wenn man Menschen aus allen Ecken der Welt, aus den verschiedensten Familien- und Lebensverhältnissen trifft und man mit all diesen Menschen ohne Probleme eine Konversation starten könnte, ist man auf einem internationalen Pfadfinderlager. Singende, tanzende und lachende Menschen weit und breit. Einfach durch die Massen tanzen und mit fremden Leuten Selfies schießen. Sich an einer Conga anschließen und irgendwo zum Limbo tanzen stehen bleiben. Wasserbälle hier, aufblasbare Kängurus da und Fahnen überall. Gänsehaut pur!

Auch diese 4 Tage verbrachte unsere Floop-Family gemeinsam und wir konnten uns noch besser kennenlernen (Spiele wie „never have I ever“ helfen hierbei besonders gut) und gemeinsam das vielseitige Programm absolvieren. Insgesamt gab es am Moot 5 verschiedene „programvillages“, wobei sich jedes Dorf einem bestimmten Thema widmete. Dem Isländischen Wappen – dem Landvaettir – nachempfunden waren die Dörfer eingeteilt in Stier (Umweltaktivitäten), Adler (Geschichte und Kultur Islands), Riese (Spiel, Spaß und Action) und Drache (Musik und Kreativität) und im Yggdrasil-Dorf (das ist in der nordischen Kultur der Baum des Lebens) konnte man sich zu interreligiös weiterbilden und diskutieren. Ein großes Highlight war auch der Internationale Karnival, bei dem alle Länder verschiedenste lokale Spezialitäten zum Kosten ausgaben, ihre respektiven Trachten zur Schau stellten und generell noch mehr Interkulturalität gefördert wurde. Von argentinischem Yerba Mate, über jordanischem Kaffee bis hin zur rumänischen Pferdesalami konnte man sich her quer über den Globus kosten.

Die Abende standen ganz im Sinne der 5er-Kultur. Sprich Lagerfeuer und Gitarrenaction. Angeführt von Christoph und Momo, die es sich nicht nehmen ließen und Reisegitarren mitgebracht hatten, wurde eigentlich jeden Abend bis in die Morgenstunden musiziert. Das darunter Stimmbänder und Schlafpensum leiden ist es dann wert, wenn einem 4 Wochen später eine Nachricht von einer schwedischen Freundin geschickt wird, dass sie bei Red Hot Chilli Pepper’s Otherside immer an uns denken muss oder eine libanesische Freundin sich unseretwegen ein Kazoo besorgt hat. Hoch lebe das Singen. Laut, leidenschaftlich und in völlig falscher Tonlage! Wenn die Stimme einmal gar nicht wollte, bot das riesige Partyzelt der Holländer eine lustige Alternative. Jeden Abend brodelte und kochte es dort förmlich und man konnte in der Luft riechen wie sich Östrogen und Testosteron vermischen.

Viel zu schnell war es dann auch schon wieder vorbei, das 15. World Scout Moot. Ich bin unglaublich froh ein letztes Mal mit den Pfadfindern als Teilnehmer so ein Lager erlebt haben zu dürfen. Das Lagermotto „Change“ ist definitv eingetroffen und ich denke, dass ich nicht alleine bin wenn ich sage, dass mich dieses Erlebnis positiv verändert hat und mir wieder einmal gezeigt hat, dass unsere Welt nicht nur aus machthungrigen Politikern, fanatischen Extremisten und Arschlöchern aller Art besteht. Es gibt so viele junge, positive Menschen die unsere Welt in die richtige lenken wollen und das auch tun werden. Über Toleranz, Offenheit und positives Denken kann soviel erreicht werden und diesen Eindruck konnte ich bei diesem Lager wieder einmal gewinnen und bin sehr froh weitere internationale Freundschaften geschlossen zu haben!

Beendet wurde das ganze durch eine offizielle Abschiedsfeier. Und eine inoffizielle, für die das australische Kontigent tief in die Tasche gegriffen haben muss. Die ließen es sich nämlich nicht nehmen und mieteten gleich die gesamte Harpa, das neugebaute Opernhaus im Hafen von Reykjavik. Mit speziellem VIP-Armband vom australischen Kontigent und gesalzenen, isländischen Getränkepreisen wurde das Lager gebührlich begossen und beendet. Für manch einen ging es direkt zurück nach Hause, für andere stand noch eine Aftertour am Programm. Viele Nicht-Europäer wollten natürlich noch mehr von Europa sehen und begaben sich zu den verschiedensten Destinationen. Wir 5er (insgesamt 9 an der Zahl + 2 Freundinnen und 1 Markus) hatten noch eine 10-12 tägige Rundreise in Island geplant.

So holten wir (das sind in diesem Fall Annika, Resi, Benjo und Ich) gleich am nächsten Tag unser Mietauto und machten uns zunächst mal auf den Weg nach Sandgerdi, wo wir noch auf Markus warteten, der mit Momo, Johnny und Michi gemeinsam die Reise bestreiten sollte. Nach einer der kältesten Nächte in Island ging es dann am nächsten Tag auf um den Golden Circle zu erkunden – einer der berühmtesten und touristischsten Regionen Islands, da sie sowohl Geysire, Wasserfälle als auch Gletscher beinhaltet. Wie wahre Touristen klapperten wir die bekanntesten Orte ab und machten uns dann auf den Weg auf die Halbinsel Snaefellsnes in das schöne Örtchen Ólafsvik. Auf dem Weg blieben wir noch bei einer Höhle stehen, die sich mitten im Nirgendwo versteckte aber dafür wirklich beeindruckend war. Auf Snaefellsnes wurden wir von einem unglaublichen Sonnenuntergang begrüßt, der für gefühlte 3 Stunden anhielt, bis die Sonne wirklich weg war.

In den nächsten Tagen erkundeten wir die Halbinsel und all ihre sehenswerten Highlights. Dazu zählten unter anderem der Snaefellsjoekull. Eigentlich wollten wir den namensgebenden Gletscher soweit als möglich befahren und dann besteigen, allerdings waren die Straßenverhältnisse so unter aller Sau, dass es mit unserem Renault Megane unmöglich war bis hinauf zu fahren. Wir mussten uns also mit dem Löwenfelsen aus König der Löwen zufrieden geben. Weitere Highlights waren die Robben bei Ytri-Tunga, der schwarze Strand von Djúpalón, das nette Dörfchen Hellnar mit einer supercoolen Vogelbucht und natürlich die Wasserfälle Kirkjufoss und Bjarnarfoss.

Bevor wir uns aufmachten zu den Westfjorden, unserem Hauptziel der Rundreise, wollten wir von Olafsvik aus noch eine Whalewatching Tour starten. Leider waren wir glücklos und konnten an diesem Tag nur einen einzigen Zwergwal beobachten der sich für gute 10 Sekunden zeigte. Danke für nichts. Immerhin bekamen wir kulanterweise einen lebenslang gültigen Gutschein für Waltouren von Lakitours die Original aus Olafsvik und dem noch entlegenren Holmavik angeboten werden. Jetzt muss ich es nur noch einmal nach Island schaffen.

Für die nächsten Tage ging es dann weiter in die Westfjord-Region Islands. Eine wunderschöne, aber nicht leicht zu befahrende Region in der man die Fjorde einzeln abfahren muss und daher teilweise lange Zeit auf den Straßen verbringt. In diese Region schaffen es nur rund 10% aller Touristen und es ist daher noch unberührter als viele Regionen im Süden. Die unberührte Natur machen Island überhaupt zu dem was es ist. Ein unglaublich schönes Land mit den verschiedensten landschaftlichen Begebenheiten und Terrains. Ich kann es wirklich nur jedem herzlich empfehlen, den Flug in den hohen Norden zu wagen. Es zahlt sich auf jeden Fall aus.

Zu den Highlights auf den Westfjorden zählten unter anderem der unglaublich beeindruckende Dynjandifoss mit einer Höhe von 100m und einer Breite von 60m im unteren Teil, das älteste Stahlschiff Islands, die Vogelklippe bei Latrabjarg die auch den westlichsten Punkt Europas bildet, das Hexereimuseum in Drangsnes und…..

der Brautarholdthof in Selárdalur. Diese verdient noch eine besondere Erwähnung weil es einfach so kurios war. Zunächst erreicht man Selárdalur nur über eine 26km lange „Straße“ , die teilweise direkt am Meer verläuft und die von Schlaglöchern nur so gespickt ist. Bei starkem Regen besonders lustig zu befahren, immerhin sieht man die Schlaglöcher dann leichter. Der Brautarholdthof wurde von einem Mann namens Samuel Jonsson bewohnt, der dort als Eremit wohnte seine Pension verbrachte und sich als Künstler versuchte. Er erbaute dort verschiedene Skulpturen, unter anderem eine Nachbildung der sixtinischen Kapelle, eine Nachbildung des Löwenbrunnens in der Alhambra und eine kleine Kapelle in der er einen „Altar“ erbaute. Der Brunnen hat nur 6 anstatt eigentlich 12 Löwen, da Jonsson nur die 6 Löwen auf dem Bild sah. Das Jonsson nie eine künstlerische Ausbildung genossen hat, fällt eigentlich kaum auf.

Die letzte Nacht unserer Rundfahrt war besonders lustig, da es Mitte August schon wirklich frisch und direkt neben der Küste sehr windig war. Gott sei Dank gab es einen „Aufenthaltsraum“ der gleichzeitig auch der Raum für Duschen und Toiletten war. Danke für nichts, Herr Campingplatzbesitzer…

Für mich persönlich ging es dann am Freitag, dem 11. August zurück nach Warschau, Polen und nach einem kurzen Zwischenstopp zum Erholen (und fortgehen in den Warschauer shot bars, ihr könnt euch vorstellen wie das geklappt hat..) am darauffolgenden Sonntag direkt weiter nach Peking, China um direkt vom Flughafen am Montagmorgen in die Schule zu fahren und meine neue Stelle als Grundschullehrer an der deutschen Grundschule der British School of Beijing anzutreten. Hier befinde ich mich nun schon seit über einem Monat und hatte bis jetzt so viel zu tun, das ich erst jetzt Zeit hatte irgendwas in Richtung Blog zu schreiben (abgesehen von dem Blog für die Eltern, aber das ist eine andere Geschichte) . Wie das Leben hier in China ist, verrate ich euch im nächsten Blog der hoffentlich schon nächste Woche folgen wird. So viel sei verraten: Zwischen Island und China sind mindestens drei Welten.

Ich lass bald von mir hören, versprochen! Bis dahin Bussis aufs Bauchi und gönnt euch! Peace Out, euer friendly neighborhood bear

Reunions, Roadtrips and Rooftops

********** Wer diesen Beitrag lieber auf Deutsch lesen möchte, möge bitte bis zu den nächsten Asterisks scrollen**********

Like my favorite Canadian comedian Jon LaJoie would put it: „I’m back, bitches!“ After a two-year hiatus from blogwriting (I don’t know why I skipped last years trips to the US, Ireland and France) this past trip to the United States is definitely worthy of another blog entry.

But before I start telling you about the trip, a little background info for those of you, who I haven’t been in touch with as much. Some of you might remember why I actually went to the States two years ago. (hint: no, it was not binge-drinking and travelling as much as I can) My official job was to „promote the mutual cultural exchange between the US and Austria“ and I would like to claim that by coming back for the second time now and still being in touch with many friends from the US and international students at CSBSJU, I have done quite alright. One of these international students is Bettina from Poland, who worked closely together with me at the German Club and who is now president of just that. She was also the one who brought her friend Kasia (they met in China btw, not in Poland) to my hometown in the summer 2016. We all went to a music festival together, had a few drinks, some chemistry here, some clumsy dance moves there  – et voilà – that’s how you find yourself in a long distance relationship with a beautiful and amazing travel-addict from Smolno, Poland.13912665_1226437527367913_6468983855513083044_n

It’s been 8 months since and why I am mentioning this is, because Kasia accompanied me on this trip and you will find her on most of the pics in this blog entry and she is the main reason we even brought a camera in the first place (buziaczki kochanie ;*)

Because we are cheapasses/polaki biedaki cebulaki we didn’t fly straight to Minnesota. We took the cheaper way and started and ended our trip in Chicago to take the Megabus to Minneapolis. (will never do again!) Kasias good friend Pranav was so nice to treat us to some deepdish Pizza at famous Geno’s Pizza to kick off what was going to be an amazing trip.

Kasia and I weren’t the only visitors on campus during easter break. My friends Steven and Steph from Northern Ireland also decided to visit Minnesota again to pretend to be college students one last time, before all of our friends will have graduated from the College of St. Benedict or Saint John’s University respectively. Naturally our first stop was beautiful St. Joseph, MN where the CSB campus is situated and where Bettina generously hosted us on air-matresses/their couch.  (Shoutout to Ian for picking us up from the Megabus station and providing us with delicious apples and also a ride to campus).

The weekend was spent with catching up, enjoying a few at the „beach“ of beautiful Lake Sagatagan and of course exploring the glorious „nightlife“ of St. Joe. Since it happened to be „Mom-Prom“ and „Father-Daughter Dance“ that Saturday the bars were packed with drunk students and drunk parents likewise. After two very short days in Minnesota and showing Kasia why I fell in love with this place, our next stop was sin-city – Las Vegas, Nevada. (Shout-out at this point to my buddy Sean, who was kind enough to drive us to the airport at 4am so we could catch our early-morning flight!)

After arriving in Vegas we immediately took the shuttle bus to the rental car center to pick up our ride for the next few days. Being the lucky bastards we are, we agot a complimentary upgrade and choose any car of the Gold section that was available. Kasia swiftly chose „the prettiest car“ around and we went off with our Mazda towards the City of Angels: Los Angeles. Since I’ve been to LA before and we did pretty much the same touristic things like last time, I will spare you with the details and let the pictures speak.

One thing I didn’t do the last time around was go to the Universal Studios. There is a big kid in me and that’s why I absolutely love themeparks. So after a morning of exploring Hollywood, the Walk of Fame and celebrating Taco Tuesday at the one and only Danny Trejo’s own taco place, we spend the rest of the day at the Studios. Being the lucky bastards we are, we didn’t only get to skip the line at the Harry Potter ride because we helped a Ravenclaw out with her „Defense against the Dark Arts“ homework, we even had an all-access pass handed to us by a random Russian lady towards the end of the night. We topped it off by getting a devil’s dozen of the infamous Voodoo Doughnuts which they previously only had in Portland, Oregon and which I thought I would never be able to indulge again.  In Borats words: Is nice, I like!

The next 3 days were filled with roadtripping at it’s finest. A lot of driving. Staying in random Motels because we were too tired to drive and all the national parks the south-west has to offer. The first one was beautiful Zion National Park, which we only drove through in order to get to Bryce Canyon the same day. But even just going up the serpetines and driving through the tunnel to get to the top of the canyon is very impressive and fun to drive. We got to Bryce Canyon just before sunset and it turned out to be the perfect timing to see the „małe gówna“ as Kasia described them. Awesome-looking stone formations that look like Mother Earth took a few little shits across southern Utah. In combination with the setting sun pure amazement and I could’ve stood there and just watch the rocks for ages. We ended the day in the beautiful town of Kanab on our way to the next stop: Antelope Canyon.

After reflecting and looking at pictures of the trip, I think I’d like to say that Antelope Canyon was my favorite stop on this trip. Not only is it insanely beautiful and well worth visiting, it is also on Native American Territory and the home of the Navajo. Because the Canyon is so beautiful, naturally tourists line up in front of the ticket booths to get on tours through the Canyon. Since it is on Navajo territory you can’t simply walk in and out, they are guided tours by real members of the Navajo Nation. We got extremely lucky and had Armando as our tourguide. Who didn’t only tell us about the Canyon but who also made the 1.5h wait in front of the Canyon fly by, by telling us a lot of interesting things about the Navajo Nation. They are completely sovereign, have their own laws and are very reliant on tourism as one of their main incomes. He told us about other Chapters (parts of the Native American Community) who are much less lucky and where grocery stores are robbed at gunpoint because the inhabitants are that desperate. After asking him if he likes having his own laws and the sovereignty, he said he wouldn’t want it any other way. His only wish is for people to be aware in what miserable states some of the Native American Chapters are and that they are very proud of their heritage and culture. After telling us many interesting facts about the Navajo Nation he was also extremely knowledgeable about how to take the best pictures of and in the Canyon and immediately put the correct settings on everybody’s phones and cameras. According to him available in any language, English, German, Spanish, Mandarin and even Polish. Here are some results:

The same day we still drove all the way back to Vegas just to spend one night in the Luxor hotel (sounds familiar, right?) and gamble a little bit with our friends Steven (NIR), Matteo (ITA), Yuto (JPN), Alma, Frida (US) and my successor of the FLTA position at SJU, Ralph (AUT). The latter ones were also our two companions to drive to the Grand Canyon the next day. On the way we also stopped at the very impressive Hoover Dam. After casual strolls along the south rim of the Canyon and plenty of picture-taking we drove back to Vegas and spent the night partying it up in Sin City. But like you guys know: What happens in Vegas, stays in Vegas. I’ll just tell you this much: don’t worry, nobody got married on this trip.

After the roadtrip we came back to warmer-than-expected Minnesota and spend our last day in the States joining mass for Easter Sunday and finishing up a very adventurous, yet amazing trip on a rooftop in front of the skyline of St. Paul and with one final family dinner in a great venezuelan restaurant.  (Shoutout to Agustin, Laura, Jason and Juhaan for making that possible)

Even though Uncle Donald rules the lands overseas now, the people I met in the US and Minnesota in particular will always have a big place in my heart and I am sure to say, that it hasn’t been the last visit to the Land of the Free. I can’t promise how long the break until the next blog post but I think Iceland this summer could be a very hot contender. So long, peace and love und bussis aufs Bauchi! <3

 

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Wie mein liebster kanadischer Comedian zu sagen pflegt: “I’m back bitches!” Nach einer zweijährigen Schaffenspause (fragt mich nicht, warum ich die Reisen in die USA, nach Irland und Frankreich letztes Jahr ausgelassen habe) ist es die soeben absolvierte USA-Reise auf jeden Fall wert aus dem Blogschreiber-Ruhestand zurückzukehren.

Aber bevor ich euch über die Reise berichte, noch ein paar Backgroundinformationen für jene unter euch, die vielleicht in letzter Zeit nicht so viel von mir gehört haben. Manche von euch erinnern sich vielleicht, warum ich vor zwei Jahren eigentlich in die USA gegangen bin. (Nein, es war nicht NUR wegen der klassischen College experience und dem vielen Reisen.) Mein eigentlicher Job war es, „den gegenseitigen, kulturellen Austausch zwischen Österreich und den USA zu fördern“ und nachdem ich nun schon zum zweiten Mal nach Minnesota zurückgekehrt bin und nach wie vor den Kontakt zu vielen amerikanischen, als auch internationalen Freunden, die ich eben dort kennengelernt habe, pflege, möchte ich behaupten, dass mir das recht gut gelungen ist. Eine dieser internationalen Freundinnen ist Bettina aus Polen, mit der ich für den Deutsch-Klub zusammengearbeitet habe und die nun dessen Präsidentin ist. Sie war es auch, die mich im letzten Sommer mit ihrer guten Freundin Kasia (sie haben sich übrigens in China und nicht in Polen kennengelernt) in Graz besucht hat. Ein gemeinsamer Besuch beim Lake Festival (bitte nicht judgen), ein paar Vodka Bull, ein bisschen Chemie hier und ein bisschen patschertes Getanze da – et voilá – so findet man sich in einer Fernbeziehung mit einer wundervollen und wunderschönen Weltenbummlerin aus Smolno, Polen wieder.

13912665_1226437527367913_6468983855513083044_nSeitdem sind 8 Monate vergangen und warum ich das extra erwähne ist, weil ich diese Reise mit Kasia antreten durfte, sie auf den meisten Bildern in diesem Blog zu sehen ist und sie der Hauptgrund war, warum wir überhaupt eine Kamera mitgebracht haben! (buziaczki kochanie ;*)

 

Weil wir irrsinnige Schnorrer/polaki biedaki cebulaki sind, sind wir nicht direkt nach Minnesota geflogen, sondern haben den billigeren Umweg über Chicago gewählt, wo wir also unsere Reise begonnen und beendet haben um den 8-stündigen Megabus (war wohl aber das letzte Mal) nach Minneapolis zu nehmen. Pranav, ein gute Freund von Kasia, war so nett und hat uns mit einer berühmt-berüchtigten Deepdish Pizza bei Geno’s Pizza begrüßt. Ein toller Einstieg für eine unglaublich tolle Reise.

Kasia und ich waren aber nicht die einzigen Besucher in Minnesota während der Osterferien. Auch meine nordirischen Freunde Steven und Steph hatten beschlossen, noch einmal auf Besuch zu kommen und so zu tun, als ob sie echte College Studenten wären (weil sind wir uns ehrlich, das war für uns alle der Beweggrund), bevor all unsere Freunde das College of St. Benedict bzw. die St. John’s University abschließen und verlassen werden. Natürlich war unsere erste Station daher das idyllische St. Joseph, MN, wo sich der CSB campus befindet und wo uns Bettina großzügiger Weise auf Luftmatratzen bzw. auf ihrer Couch unterbrachte. (Shoutout an unseren Kumpel Ian, den Kasia übrigens auch in China kennengelernt hat, der uns mit frischen Äpfeln und einer Mitfahrgelegenheit von der Megabus Station zum Campus versorgt hat.)

Das erste Wochenende haben wir mit viel quatschen, ein paar gemütlichen Erfrischungsgetränken am „Strand“ vom Lake Sagatagan und natürlich dem prächtigen Nachtleben von St. Joe verbracht. Wie es der Zufall so wollte, war es am besagtem Wochenende Zeit für „Mom-Prom“ bzw. den „Father-Daughter Dance“ bei dem viele Eltern der Studenten auf den Campus kommen und daher waren die Bars voll mit betrunkenen Studenten und deren Eltern. Nach zwei kurzen, aber nostalgisch-schönen Tagen und der Möglichkeit, Kasia zu zeigen, warum ich mich in diesen Ort ein bisschen verliebt habe, war unsere nächste Station sin-city – Las Vegas, Nevada! (Shoutout an meinen Kumpel Sean, der nett genug war, um uns um 4 Uhr in der Früh zum Flughafen zu führen, damit mir unseren morgendlich Flug erwischen konnten!)

Nach unserer Ankunft in Vegas ging es schnurstracks zum Autoverleih-Zentrum, wo wir unsere Karre für die nächste Woche abholen sollten. Nachdem wir ziemliche Glücksschweine sind, wurden wir freundlicherweise upgegradet und durften uns anstatt dem eigentlich vorgesehenen Compact einen beliebigen Wagen aus der „Gold section“ aussuchen. Kasia entschied sich schnell für das „hübscheste Auto“, das sie finden konnte und auf ging es mit unserem neuen Mazda 6 in Richtung City of Angels – Los Angeles. Nachdem ich schon vor zwei Jahren im Rahmen eines Roadtrips in LA war, und wir größtenteils die gleiche touristischen Sachen gemacht haben (es war Kasias erstes Mal (hehe)), erspar ich euch die Details und lasse nur ein paar Bilder sprechen:

Etwas, das ich beim letzten Mal nicht gemacht habe, war ein Besuch der Universal Studios Hollywood. In mir schlummert ein großes Kind und ich steh irrsinnig auf Vergnügungsparks. Auch Kasia musste ich nicht zwei Mal überreden. Nach der morgentlichen Hollywood-Tour und extrem guten Tacos (passend zu Taco Tuesday) bei Denny Trejo’s (wer ihn nicht kennt, googeln, dann kennt ihr ihn) eigenem Taco-Laden, haben wir den restlichen Tag in den Studios verbracht. Nachdem wir ziemliche Glücksschweine sind, durften wir nicht nur die Schlange bei der Harry Potter Attraktion überspringen, nachdem wir einer Ravenclaw mit ihrer „Verteidigung gegen die dunklen Künste“-Hausübung geholfen hatten, sondern wurden zur späteren Stund‘ auch von einer Russischen Dame mit einem „all access Pass“ beschenkt, den sie nicht mehr brauchte. Kaching! Als wortwörtliches Sahnehäubchen konnten wir den Tag noch mit einem „devil’s dozen“ der berühmt-berüchtigten Voodoo Doughnuts, die es zuvor nur in Portland, Oregon gab und von denen ich dachte, dass ich sie nie wieder in mich reinstopfen werden können, ausklingen lassen. In Borats Worten: Is nice, I like!

Die nächsten drei Tage verbachten wir mit Roadtripping, wie es im Buche steht. Sehr viel Auto fahren, in schäbigen Motels übernachten, weil man zu müde ist um weiterzufahren und mit Besuchen gefühlt aller Nationalparks die der Südwesten zu bieten hat. Der erste dieser Parks war der wunderschöne Zion National Park, durch den wir nur durchgefahren sind um am selben Tag noch Bryce Canyon zu erreichen. Aber selbst nur die Serpentinen und den Tunnel zu befahren, um den Canyon zu erklimmen, macht irrsinnig Spaß und ist sehr beeindruckend. Bryce Canyon haben wir mit einem super Timing kurz vor Sonnenuntergang erreicht um die „małe gówna“, wie sie von Kasia liebevoll getauft wurden, zu bestaunen. Bryce Canyon besteht nämlich aus sehr spektakulären Gesteinsformationen die so aussehen, als ob Mutter Erde ein paar Häufchen auf den Süden Utah’s gesetzt hätte. In Kombination mit der untergehenden Sonne ergibt das ein äußerst meditatives Spektakel, das ich stundenlang beobachten hätte können. Nach einer kurzen Irrfahrt durch die Wüste beendeten wir den Tag in dem schönen Städtchen Kanab auf halbem Weg zu unserer nächsten Station: Antelope Canyon.

Nach ein wenig Nachdenken und dem Aussortieren der Bilder, muss ich sagen, dass mich der Antelope Canyon am meisten begeistert hat. Er ist nicht nur wunderschön und absolut besuchenswert, sondern liegt außerdem auf einem Indianerreservat – die Heimat der Navajo. Gerade, weil dieser Canyon so wunderschön ist, stehen die Touristen natürlich vor den Ticketständen Schlange um sich für Touren durch den Canyon anzumelden. Da der Canyon sich auf Navajoland befindet, kann man nicht einfach ein und ausspazieren, sondern muss sich für geführte Touren mit echten Navajo Indianern anmelden. Da wir ziemliche Glücksschweine sind, hatten wir einen außerordentlich sympathischen Tourguide namens Armando. Armando erzählte uns viele interessante Dinge über die Entstehung des Canyons und ließ die 1.5 Stunden Wartezeit vor dem Canyon wie im Flug vergehen. Er berichtete viele Dinge über das Volk der Navajo. Sie sind komplett unabhängig und eigenständig, haben ihre eigenen Gesetze und stützen sich massiv auf den Tourismus, der ihre Haupteinnahmequelle darstellt. Viele andere Chapter (andere Teile der Native American Community) haben nicht so viel Glück wie die Navajo und es kommt nicht selten vor, dass Supermärkte von bewaffneten Raubüberfällen geplagt werden, weil die Bewohner dermaßen verzweifelt sind. Nachdem ich ihn gefragt hatte, ob er es gut findet, dass sie so unabhängig sind aber gleichzeitig vom Staat im Stich gelassen werden, sagte er mir er könnte sich nichts Anderes vorstellen, da er sehr stolz auf seine Herkunft und Kultur ist. Er würde sich nur wünschen, dass man berichtet, wie es vielen Native Americans in den USA wirklich geht. Er wusste nicht nur viel über den Canyon und die Navajo; denn im Canyon angekommen war er bereit, allen Tour Teilnehmern die perfekten Einstellungen an sämtlichen Handys und Kameras vorzunehmen um die perfekten Bilder vom und im Canyon zu schießen. Laut eigener Aussage schafft er das in allen Sprachen. Englisch, Deutsch, Spanisch, Mandarin und sogar Polnisch (ich bin Zeuge). Ein paar Resultate seht ihr hier:

Am selben Tag machten wir uns noch auf den Weg zurück nach Vegas um eine Nacht im Luxor Hotel (hört sich vielleicht bekannt an, oder) zu verbringen und mit unseren Freunden Steven (NIR), Matteo (ITA), Yuto (JPN), Alma, Frida (US) und meinem Nachfolger als FLTA an der SJU, Ralph (AUT) ein bisschen zu gambeln. Yuto und Ralph waren es auch, die uns am nächsten Tag zu unserem Tagesausflug zum Grand Canyon begleiteten. Auf dem Weg machten wir auch beim berühmten und sehr beeindruckenden Hoover Damn Halt. Nach gemütlichem Spazieren entlang der Südkante des Grand Canyons und viel Fotoschießerei fuhren wir wieder zurück nach Vegas um in der Sin City ein bisschen die Sau rauszulassen. Aber wie ihr wisst: What happens in Vegas, stays in Vegas. Ich verrate nur so viel: Keine Sorge, es hat niemand geheiratet.

Nach dem Roadtrip kehrten flogen wir zurück ins überraschend warme Minnesota und verbrachten unseren letzten Tag in den Staaten mit einer Oster-Messe (ja, do schau her. Der Jakob geht in die Kirche) und ließen einen großartigen Trip auf einer Dachterrasse vor der Skyline von St. Paul und mit einem letzten gemeinsame Abendmal in einem tollen venezuelanischen Restaurant ausklingen. (Shoutout an Agustin, Laura, Jason und Juhaan, die uns das ermöglicht haben!)

Obwohl mittlerweile Onkel Donald die Ländereien Übersee regiert, werden die Menschen, die ich in den USA und insbesondere in Minnesota kennenlernen durfte, immer einen großen Platz in meinem Herzen haben und ich traue mich zu sagen, dass dies sicher nicht der letzte Besuch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten war. Ich kann euch nicht versprechen, wann ich wieder was von mir hören lasse, aber ich vermute, dass Island im August ein gute Kandidat ist. Bis dahin, peace and love und Bussis aufs Bauchi! <3